Mo

18

Aug

2008

Viktorianer on Tour 2008

Die Radwandertour der Alten Herren fand in diesem Jahr vom 09. bis zum 11. Juni 2008 statt.

 

Am Montag, den 09. Juni 2007, starteten 14 "Alte Herren" vom Hof unseres Wanderwartes Reinhard Wagner zu dem von ihm und von unserem Coach, Manfred Bolte, ausgesuchten Ziel „Hotel Steverstrand“ in Lüdinghausen.

Von Pünktlichkeit konnte diesmal nicht die Rede sein, denn unser Sportkollege Friedel Himmermann hatte die Startzeit um 30 min nach hinten verlegt und musste durch einen Handyanruf geweckt werden. Trotzdem waren wir pünktlich zur verabredeten Zeit für das zweite Frühstück im Hotel, aber auch nur weil unser Fahrer Dieter Neumann am Rande des Limits gefahren ist.

 

Die Navigation unseres Wanderwartes Reinhard spielte wohl etwas verrückt – es führte Bus und Besatzung durch Feld und Flur, jedoch nur nicht ans Ziel. Das ist von Dieter erfragt worden. Gutgelaunt trafen sich die zwei Mannschaften (Bus und PKW) zum Frühstück im Hotel. Nach dem Frühstück Start zur ersten Etappe zum Besuch des Schlosses Nordkirchen.

Die von unserem Coach Manfred rausgesuchte Strecke kam allen sehr gelegen – herrliche Radwege, tolle Baumalleen und vor allem ohne große Steigungen.

 

Allerdings klappte der Start nicht reibungslos, da nach den ersten 20 Metern der Erste bereits fehlte. Der kleine Italiener (Voyo) hatte versucht sich eine Zigarette anzuzünden und war dabei vom Weg abgekommen. Zu seinem Leidwesen war da ein tiefer Graben und nur sein Rücklicht war aus den Büschen herausragend zu sehen. Nachdem er unverletzt den Graben wieder verlassen hatte, wurde erst einmal herzhaft gelacht und weiter gings Richtung Nordkirchen.

 

Besuch des Schlosses Nordkirchen: Das Schloss wird aufgrund seiner Ausmaße und der barocken Gestaltung auch als das „Westfälische Versailles“ bezeichnet. Es ist das größte Wasserschloss Westfalens, erbaut um 1275 und bereits 1703 – 1734 zum heutigen Schloss umgebaut, das von zwei Wassergräben umringt ist. Mittelpunkt des Schlosses ist das Hauptgebäude, das von einem 170 ha großen Schlosspark umgeben ist. Schloss Nordkirchen beherbergt seit 1958 die Fachhochschule für Finanzen NRW.

Gegen Abend kehrte die Mannschaft zum Hotel zurück.

Im Biergarten unter dicken Linden, zur Musik von Reinhard Knoll, haben wir uns die Bierchen schmecken lassen.

Hierbei wurde über die „08“ Gericht gehalten. Ehrenfried Kansy als Staatsanwalt und Richter in einer Person. Der Staatsanwalt eröffnete alle Verfahren mit den Worten „Angeklagter“, doch wechselte in der Person des Richters in die Ansprache „mein lieber Freund“ und meinte damit Willi Ziemer. Dies löste jedoch Tumulte im „Gerichtssaal“ aus. Der Richter wurde von den Anwesenden des Saales verwiesen. Nach einer Runde Obstler durfte auch der Richter wieder seinen Platz im Biergarten einnehmen.

 

Dienstag. Start zur zweiten Etappe – Rund um Lüdinghausen.

Nach dem Frühstück pünktlicher Start zur Burg Lüdinghausen aus dem 12. Jahrhundert, deren Befestigungssystem heute einen herrlichen Stadtpark umgibt.

Weiterfahrt zur Burg Vischering – als bundesweite Attraktion bekannt durch unzählige Abbildungen auf Kalendern, Reiseführern und Radwanderkarten. Sie gilt als eine der schönsten Wasserburgen Westfalens und ist heute als sogenannte Ringmantelburg einzigartig.

Nach kurzer Mittagspause ging es zur Burg Kakesbeck aus dem 10. Jahrhundert. In ihrer größten Ausdehnung hatte Kakesbeck als achsial angelegte Wehranlage eine Ausdehnung von etwa einem Kilometer und verfügte über fünf Vorburgen. Außer durch das Mauerwerk war die Burg durch gut 30.000 m² Wasserfläche geschützt. Kalkenbeck wird seit über 25 Jahren von ihrem jetzigen privaten Eigentümer wieder hergestellt.

Am Abend gemütliches Beisammensein im Biergarten mit erhitzten Debatten über die am Vortag ergangenen Gerichtsurteile.

 

Mittwoch, 3. Tag.

Nach reichlichem Frühstück Start zur dritten und letzten Etappe mit Ziel „Rosendorf Steppenrade“.

Zur historischen Übersicht:
Steppenrade, 1184 erstmalig urkundlich erwähnt, wurde in den 70er zum dritten Rosendorf der Bundesrepublik ernannt. Zudem wurde es 1996 Bundessieger bei dem Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“.  Seit 1975 gehört es aufgrund der Eingemeindung mit zu Lüdinghausen.

Der Rosengarten wurde von 1968 an von freiwilligen Helfern angelegt und hat heute eine Gesamtfläche von 18753m². Von den rund 300 ehrenamtlichen Helfern werden 600 Rosensorten und etwa 2400 Rosenpflanzen, 2500m Wanderwege mit 39 Ruhebänken gepflegt. Die Besichtigung des Ortes fand ohne den kleinen Italiener statt.

Unser Coach Manfred hatte es wieder verstanden, uns über schöne Wege durch eine herrliche Landschaft rund um Lüdinghausen zu führen.

Nach dem Mittagessen wurde gegen 15 Uhr das Hotel angefahren, Fahrräder und Gepäck verladen. Unser zweiter Fahrer Ehrenfried brachte uns sicher nach Hause zurück.

 

Bericht von W. K.

 

 

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