Sa
04
Okt
2008
1. Herren - News: Pokalspiel gegen Glandorf
Im Pokalduell beim SC Glandorf machte das Team von Viktoria GMHütte da weiter, wo es vor Wochenfrist aufhörte.
Nach einer kraft- und vor allem willenlosen Darbietung gegen das kampfstarke Team von Dirk Wobker hatte man sich das Pokalaus redlich verdient.
Es war schon merkwürdig – obwohl man doch genau wußte, worauf es auf dem gut bespielbaren Geläuf ankommen würde, gelang es nicht, die Fäden in der Hand zu halten.
Das biedere, aus langen Angriffsbällen bestehende Spiel des SC hatte deutlich mehr Gefahrenmomente, da die Vikoria nie zu gewohnter Spielstärke finden konnte. Die vorgerückte Abwehr geriet ein ums
andere Mal in Verlegenheit, da auch im Mittelfeld der Paßgeber nicht entscheidend gestört wurde. Man kann als Erklärung für manche Ungereimtheit die personellen Veränderungen ins Feld führen, sie
dürfen dennoch nicht als Entschuldigung herhalten.
Denn eigene Motivation und Laufbereitschaft hängen nicht an Positionen. So kam es, wie es kommen mußte. Einer der vielzähligen Konterangriffe des SC brachte den rechten Verteidiger in Schußnähe. Die
ersten drei Versuche konnte Leo Rein im Tor - teilweise liegend - glänzend abwehren, hatte dann aber keine Chance mehr. Weiter einfallslos spielend, fiel der Viktoria der Ausgleich
eher zufällig in den Schoß. Eine gute Ecke von Paschke konnte Kai Berelsmann aus 7m direkt mit rechts verwandeln. Mit diesem Resultat traf man sich in der Kabine
wieder.
Aufrüttelnde Worte des Trainers schienen ihren Adressaten verfehlt zu haben, denn die Bemühungen blieben heute grau wie der Dress des Tabellenführers. Die erste Ecke des SC reichte zur 2:1 Führung,
da wieder der großwüchsige Verteidiger als Aktivposten den Ball per Kopf ins Tor wuchtete. Was man dann positiv für GMHütte erwähnen darf, sind mehrere ausgezeichnete Einschußmöglichkeiten zum
Ausgleich, die eher kläglich vergeben wurden: Nach langem Solo von der Mittellinie suchte Schüttpelz vor dem Tor den mitgelaufenen Partner, doch der Querpaß wurde so ungenau, dass
der Schuß des Angreifers auf der Linie gestoppt wurde. Einen anderen Querpaß konnte Heimann freistehend nicht ins Tor lenken. Bei etlichen übrigen Versuchen mangelte es an Präzision
beim finalen Paß.
Es blieb also bei der knappen Niederlage, die zum ungünstigen Zeitpunkt vorm Spitzenduell gegen Dissen die Stimmung drückt. Bei derartigen Niederlagen gibt es erfahrungsgemäß wenig Positives, dennoch
sind der fehlerlose Auftritt des starken Leo Rein ebenso hervorzuheben, wie die Ergänzungen aus den weiteren Herrenteams. Nicht verwunderlich, daß ausgerechnet diese für das Tor
verantwortlich waren.
Auch den Manndeckern ist kein Vorwurf zu machen. Sie retteten ein ums andere Mal in höchster Not. Im Mittelfeld erreichte dann nur noch Mengeler Normalform, wenngleich es in der Offensive auch an Effizienz fehlte.
Man darf nicht übersehen, daß eine sehr junge Truppe auf dem Feld stand, die offenbar ihre Einstellung nicht den Gegebenheiten eines Pokalspiels anpassen konnte. Somit könnte dieses Spiel durchaus
lehrreiche Aspekte für die kommenden Aufgaben in der Meisterschaft haben.
Schauen wir also erwartungsfroh am Sonntag zum Rehlberg, wo eine andere Viktoria diese Niederlage revanchieren wird. Bis dann.
Bericht von Mannschaftskapitän Andreas Schüttpelz





