Di

07

Okt

2008

1. Herren - News: Spitzenspiel gegen TSG Dissen

Eitel Sonnenschein herrschte nach dem Spitzenspiel gegen die TSG Dissen bei der Viktoria, obwohl das Wetter alles andere als vorbildlich agierte. In einer hochklassigen Partie sorgten Alarslan sowie Gelwer mit ihren Toren dafür, dass sich die Stimmungslage nach dem vermeidbaren Pokalaus vom Freitag spürbar normalisierte.

„Spitzenreiter, Spitzenreiter“ - zufrieden und gelöst jubelten die Viktoria Akteure in den Kabinengängen nach zuvor intensiven 90 Minuten gegen den Verfolger aus Dissen. Dass der 2:0 (0:0)-Erfolg am Ende hochverdient war, darüber gab es auch auf Seiten des Verlierers keine zwei Meinungen.

 

Das Drehbuch verlief allerdings aufregender, als es der nicht unerwartete Ausgang mit GMHütter Happy End vermuten lässt. So waren die in weiß gekleideten Dissener in der Anfangsphase durchaus in der Lage, dem Tabellenführer ein Bein zu stellen.

Tief stehend, warteten sie ab und setzten ihre Konter dolchstoßartig immer dann, wenn Hütte im Spielaufbau Ballverluste produzierte.

So hatte Dissen Pech, als ein Lupfer nicht nur über P. Schüttpelz, sondern auch über das Tor ging. Ein Tor wurde infolge einer Abseitsposition nach Freistoß nicht gewertet. Die dickste Chance zur Führung ließ Dissen aus, als nach einem Freistoß mehrere weiße Akteure den Ball verpassten und am Ende nur den Pfosten trafen.

Dies war das letzte Ausrufezeichen aus Dissen und für Hütte das Signal zur Attacke, wenngleich Viktoria auch bereits zu Tormöglichkeiten kam. So konnte Alarslan bereits zuvor nach einer guten Rechtsflanke mit seiner riskanten Volleyabnahme aus 16m die Führung erzielen. Für ein weiteres Highlight sorgte der Jugendspieler Christoph Baumann, der auf der linken Seite für mächtig Wirbel sorgte. Er wurde traumhaft auf der linken Strafraumseite freigespielt und dann elfmeterwürdig gestoppt. Der gute Referee versagte allerdings die Anerkennung, da ihm die Theatralik der B-Note eine Spur zu hoch erschien. Baumanns Teamkollege Sahin Günana begann im Angriff und überzeugte ebenso mit einem couragierten Auftritt.

Es ist nicht überliefert, was Michael Wirtz seinen Mannen in der Pause verabreicht hatte. Auf jeden Fall legten sie nun los wie die Feuerwehr und belagerten permanent das Dissener Tor. Das Spiel nahm derart an Tempo auf, dass es auch den Zuschauern den Atem raubte.

Die Defensive stand nun absolut sattelfest, was an der überragenden Laufarbeit von Mengeler ebenso lag wie an der umsichtigen Abwehrarbeit von Lindemann und Hehemann. Letzterer ermöglichte Sturmtalent Tauchert nicht den Hauch einer Chance und legte so einen Grundstein des Erfolges. Er war es schließlich, der nach etwa einer Stunde einen Ball beherzt am Dissener Strafraum eroberte, um dann auf Heimann zu passen. Seine scharfe Hereingabe verpasste mehrere einschußbereite rot umkleidete Beine und schien schon verpufft zu sein. Alarslan lauerte indes am hinteren Pfosten und beförderte den Ball mit solcher Vehemenz in die Maschen, dass einem der Ball förmlich Leid tun konnte. Mit dieser Führung im Rücken entwickelte Viktoria weiter Einbahnstraßenfußball ohne Unterbrechung. Dissen versuchte sich vereinzelt in Offensivaktionen, die stets vor dem Strafraum ihr Ende fanden. Nur durch Freistöße kamen sie dem Tor von P. Schüttpelz näher, der aber nicht mehr ernsthaft geprüft wurde.

Zehn Minuten vorm dem Ende verlieh Anton Gelwer mit einem fulminanten Volleyschuß in den Torwinkel dem Kräfteverhältnis Ausdruck. Dieses 2:0 war alleine das Eintrittsgeld wert. Gelwer rehabilitierte sich nicht nur ob des Tores, sondern auch wegen seiner sehr laufstarken und mannschaftsdienlichen Spielweise für das lustlose Auftreten in Glandorf. In der Schlussphase erzielte Hütte noch zwei Treffer, die ebenfalls nicht die Anerkennung des Schiedsrichters fanden. Fall1:nach einer Ecke rückte Schneider beim Kopfballtor dem Keeper zu dicht auf die Pelle.  Fall2: A. Schüttpelz setzte sich bei seiner einzigen Offensivaktion auf der rechten Seite durch und passte mustergültig vor das Tor, doch zwei voreilige Kollegen befanden sich im Moment des Passes im Abseits. Dies konnte den Gesamteindruck dieser stärksten Saisonleistung nicht schmälern und rechtfertigt die Erkenntnis, dass wir nur mit der angemessenen Einstellung jeden Gegner bezwingen können.

 

Aussetzer wie gegen Glandorf müssen Einzelfälle bleiben und sollten Warnung für die Zukunft sein. Am Freitag, den 10.10.2008, wartet bereits auswärts der nächste Brocken einer robusten Kampfmannschaft in Form des Tabellendritten TSV Riemsloh. Die Viktoria ist gut beraten, sich der Tugenden dieses Spiels zu bedienen, um weiter erfolgreich zu sein.

Zwei persönliche Anmerkungen zum Abschluß:

Es freut mich besonders, dass meine Gedanken derart positive Resonanz hervorrufen und ist weiter Antrieb, Euch alle zwischen den Spielen zu unterhalten.

Die investierte Zeit für die erste Herren bei Viktoria ist überdies für mich derart bereichernd – es macht so viel Spaß wie nie, mit dieser jungen Gemeinschaft etwas aufzubauen. Eigentlich ist man im Fußballherbst nicht mehr auf der Suche nach Aufbauprojekten, da sie langfristiger sind als man selbst die Karriere planen kann. Da aber das Potential an herausragenden Jugendkickern wie Baumann, Günana etc. derart vielfältig ist, fällt es leicht, diese Arbeit zu unterstützen. Die erste Mannschaft wird sich weiter dafür einsetzen, allen Jugendspielern eine sportlich interessante Perspektive zu bieten. Bis Freitag...

 

Bericht von Mannschaftskapitän Andreas Schüttpelz

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Kommentare: 1

  • #1

    Ente (Mittwoch, 08 Oktober 2008 17:10)

    Das mit dem Spaßfaktor kann ich eigentlich nur so unterstreichen. Jetzt heißt es sich für das näcshte schwere Spiel in Riemsloh neu zu konzentrieren um wieder eine gute leistung zu bringen.

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