So

26

Okt

2008

Trotz Ungeduld gelingt ein 3:1 Arbeitssieg gegen Glane

Mit dem elften Sieg im zwölften Vergleich ist GMHütte wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

 

Hört sich der 3:1(1:1)-Erfolg gegen TuS Glane auf den ersten Blick standesgemäß an, so konnten sich die wenigen Besucher bei unangenehmen Witterungsbedingungen von einer guten Gästemannschaft überzeugen. Dass es nicht zum sechsten Auswärtssieg des TuS reichte, lag dann doch an der GMHütter Konsequenz beim Torabschluß sowie der Glaner Harmlosigkeit vor dem Tor der Heimelf.

Der Tabellenführer startete die Begegnung quasi mit Reservereifen und dem Tank im roten Bereich kurz vor der Inspektion in der Werkstatt. Neben den Verletzten Gausmann, Paschke, Güngor, M. Marquardt, Lause und Schneider kamen die angeschlagenen Führing, Alarslan, Mengeler, A. Engel sowie Rückkehrer Viktor Engel hinzu. Glücklicherweise half wieder einmal die zweite Herren mit personeller Unterstützung aus. Viktoria versuchte schnell, das Spielgeschehen zu diktieren, doch früh wurde deutlich, daß die Glaner nicht kampflos die Punkte am Rehlberg liegen lassen würden.

Die ersten Gelegenheiten gehörten dem Gastgeber, doch Alarslan per Kopf sowie Führing, Mengeler scheiterten am guten Gästekeeper. So brauchte es bis zur Mitte der ersten Halbzeit, ehe das erste Mal Torjubel im Zwinger aufkam. Nach einem Gelwer-Freistoß kam Führing mit dem Kopf an den Ball, der allerdings abgeblockt wurde. Dynamisch rappelte sich der Torjäger anschließend wieder hoch, um mit links seinen 17. Treffer zu erzielen. Dieses Tor verlieh dem Spiel der Viktoria keine Sicherheit, da im Mittelfeld wenig Zuordnung und Lauffreude den Gästen immer wieder Raum zum Kontern erlaubte. In der 35. Minute erhielt der Spitzenreiter die Quittung für dieses Verhalten, als Liebig eine spontane Flanke nach Einwurf effektiv ins Tor lenkte. Dieser Treffer steigerte den Unmut bei GMHütte, was sich in vielerlei Diskussionen und Kommentaren äußerte. Die Halbzeitpause ermöglichte den Hausherren eine Besinnung auf die Kerntugenden. Trainer Wirtz machte seinem Team klar, daß man nur über den Kampf und Teamgeist gegen Glane zum Erfolg kommen würde.

Ein wenig schien der Apell zu fruchten, denn nun steigerte Viktoria den Offensivdruck, blieb aber stets anfällig im Rückwärtsgang – auch aufgrund einer ausgesprochen hohen Fehlpassquote im gesamten Spiel. Ein Freistoß von A.Schüttpelz verfehlte ebenso das Ziel wie gute Kombinationen der Offensivkombo Führing, Alarslan und Gelwer. Mit einem raffiniert getretenen Freistoß brachte Anton Gelwer die Hausherren dann doch mit 2:1 in Führung. Der gute Torwart segelte ergebnislos dem Ball hinterher. Da wenigstens die Hütter Abwehr in dieser Phase gut stand, konnten einige weitere Angriffe für Gefahr sorgen. Ein Lupfer von Gelwer über den Torwart konnte Glanes Liebig von der Linie kratzen, bei einer weiteren Aktion traf Gelwer freistehend nur die Füße des Torwarts. Da den Gästen „ein wenig der Mut fehlte“, wie Gäste-Coach Uwe Niebusch nach dem Spiel bedauerte, kamen die Schwarz-Gelben nur noch zu einer echten Chance, als P. Schüttpelz einen Sololauf hervorragend parierte. Nach einer Ecke konnte Kai Berelsmann mit einem extrem wuchtigen Kopfball das 3:1 erzielen. Bis zum Schlußpfiff des guten Schiedsrichtergespanns passierte nicht mehr viel, so daß es beim Arbeitssieg im sechsten Heimspiel der Viktoria blieb.

„Wir waren heute sehr ungelduldig“, beschrieb der offensivstarke Gelwer den Auftritt seines Teams, der jedoch in der Defensivarbeit einige Fragezeichen hinterließ. Positiv ist das Comeback von Viktor Engel zu bewerten, da endlich mal ein verletzter Spieler wieder ins Rampenlicht zurückkehrte. Anerkennung findet auch der aufopfernde Einsatz von Burhan Alarslan, der sich seit Wochen mit Kreuzbandriß für sein Team quält.

Da in der nächsten Woche das Überraschungsteam aus Westerwiede wartet, steht in der kommenden Woche Wartung und Pflege der ramponierten Viktoria-Karosse auf der Tagesordnung, so daß man gut gerüstet den Weg dorthin antreten wird. Bis Samstag!

 

Bericht von Andreas Schüttpelz

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