Bei empfindlich kalter Witterung landete Viktoria am Freitagabend auf der Festung Rehlberg einen 11:0 (5:0)-Heimerfolg gegen die abstiegsbedrohte Elf aus Westerhausen. Trainer Michael Wirtz gelang es hervorragend, seine Elf gegen einen schwächeren Gegner zu motivieren, so dass am Ende ein munteres Spiel entstand, welches die Saisonminuskulisse von 37 (?) Zuschauern ein ums andere Mal mit tollen Kombinationen erwärmen konnte.
In der Anfangsphase stand der Deckungsverband aus Westerhausen engmaschig am eigenen Strafraum. Eine hervorragende eins-gegen-eins-Situation konnte Viktor Engel nicht verwerten.
Dagegen bewahrte Leo Rein seine Mannschaft fast im Gegenzug vor dem Rückstand, als er einen Schuss aus 7m eines sträflich freistehenden Spielers phantastisch abwehren konnte. So
dauerte es bis zur 16. Minute, als Viktor Engel beim Weg zum Tor von den Beinen geholt wurde. Den fälligen Strafstoß verwandelte A. Schüttpelz sicher zum 1:0. Nun
hatte das Spiel der Viktoria den richtigen Rhythmus. Permanent drehten A. Gelwer und Daniel Mengeler die Drehzahl hoch, so dass sich Gelegenheiten wie auf dem
Weihnachtsmarkt ergaben. Schon in der 20. Minute konnte Führing nach toller Vorarbeit von Christoph Baumann das 2:0 erzielen. Spätestens nach
Gelwers 3:0 war die Vorentscheidung gefallen. Kurz vor der Pause konnte Führing im Fallen mit Kopfball sowie Mengeler mit tollem Direktschuss aus
16m nach Zuspiel von Gelwer das 5:0 erzielen.
Wirtz konnte in der Halbzeit bereits eine zufriedenstellende Bilanz ziehen, warnte allerdings vor Lässigkeiten, die dem eigenen Spiel nicht bekommen. Offenbar trug die Spielpause der
vergangenen Woche zu explodierender Spielfreude bei, denn im zweiten Durchgang rauschte der graue Express nur noch in eine Richtung, während sich Westerhausen aufgab. Erfreulich, dass dennoch das
Spiel fair blieb-Provokationen blieben die Ausnahme. Nach dem 6:0 hatte Führing seinen Dienst beendet, er machte Platz für Marquardt. Dieser trug sich mit dem 8:0 in
die Torschützenliste ein. Vorher traf Engel, der nun munter Jagd auf den Skalp von Torhüter Rein machte. Eine Wette zwischen den beiden scheint annähernd
entschieden. In der 75. Minute gab es den zweiten Elfmeter, den diesmal Viktor Engel schießen durfte – sehr zum Leidwesen des Torhüters Rein. Drei Minuten später
machte es Engel rund und seinen Dreierpack perfekt. Den Schlusspunkt setzte Niko Heimann, der freistehend keine Mühe beim Torschuss hatte.
Dass es nicht zum Dutzend reichte lag zum einen an (Flug-)Ente Mengeler, der per Kopf am Tor vorbeisegelte, oder auch an Alex Schneider. Ihm war ein Tor zu gönnen,
denn sein Aufwand war immens hoch, jedoch fehlte ihm etwas die Ruhe vor dem Tor. Erfreulich, dass mit Matze Gausmann und Güney Güngor zwei verletzte Spieler endlich
wieder auf dem Platz stehen konnten und ihre Sache sehr gut machten. Insbesondere die rasanten Flügelläufe über links verdienten Beachtung. „Es war toll, das Spiel von hinten zu beobachten!“, stellte
nach dem Spiel Leo Rein fest, der persönlich seit 16 Punktspielen ohne Gegentor ist und daher Stammkeeper P. Schüttpelz glänzend vertrat. Und er ergänzte: „Mit
dieser Abwehr ist es als Torwart leicht, zu spielen.“ Ob ihm bewusst war, dass sich der Abwehrriegel aus fast 100 Jahren Fußball zusammensetzt? Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht verraten. Auf
jedem Fall wurde tags darauf die Weihnachtsfeier der Mannschaft gefeiert, auf der es das eine oder andere künstlerische Highlight zu bewundern gab. Wir können also mehr als nur attraktiv Fußball
spielen. Wenn’s denn das Wetter zulässt, sind wir nächsten Sonntag zu Gast in Wellingholzhausen. Bis dann!
Bericht von Andreas Schüttpelz





