Mo

16

Mär

2009

Ein Team, ein Wille, ein Sieg - Viktoria gewinnt 5:1 gegen SC Melle

Mit der stärksten Rückrundenleistung hat Viktoria GMHütte gegen den SC Melle II als ärgsten Verfolger eindrucksvoll seine Ausnahmestellung in der Kreisliga untermauert. Am Ende stand ein 5:1 (2:1)-Triumph gegen starke Grönegauer, die zumindest in Halbzeit eins den Ausgang der Partie mit hohem Einsatz in Frage stellten.

"Was soll nun noch passieren?", dachten wohl viele Besucher nach neunzig interessanten Minuten im Zwinger am Fuße des Rehlbergs. Wer die Gesichter der Meller Akteure richtig interpretierte, konnte eine entsprechende Resignation feststellen. Denn wie in vielen Spielen dieser Saison konnte GMHütte immer dann an Tempo und Aktivität zulegen, wenn es der Gegner oder der Spielverlauf erfordert. Der Tabellenzweite startete mit enormen Druck und vielen hohen Angriffen in die Partie. Wie sich später herausstellte, war dies die einzige Strategie des Gastes. Angesichts des vielen ehemaligen Niedersachsenligaerfahrenen Spieler eine etwas eintönige Variante, um den Tabellenführer zu stürzen, der mit dieser Taktik des "Kick and Rush" keine echten Probleme bekam. Die Viktoria bemühte sich zunächst um Ordnung und Ruhe im Spielaufbau und kam mit dieser Variante schnell zu Gelegenheiten. Zwei Freistöße blieben allerdings in der Mauer ebenso hängen wie Eckballversuche des starken Gelwer.
Mit einer Freistoßflanke gelang dann die verdiente Führung - wenn auch etwas glücklich in der Entstehung. Gelwer hob den Ball von links eigentlich zu weit links neben das Tor, doch Gausmann spitzelte den Ball derart artistisch mit links über den Torwart ins rechte Eck, das man durchaus von einem Tor des Monats sprechen kann. Kurze Zeit später führte ein Bilderbuchangriff zum zweiten Tor. Gelwer bediente Gausmann auf dem linken Flügel, dieser setzte sich durch und paßte flach in die Mitte, von wo aus die Torfabrik C. Führung endlich wieder die Produktion aufnahm nach zuvor drei erfolglosen Partien. Er spitzelte mit dem Fuß den Ball ins Netz. Melle antwortete wütend auf dieses Tor und hätte durchaus zum Ausgleich kommen können. Jedoch standen einmal die Latte, sowie der aufmerksame Gausmann und P. Schüttpelz bei einem Kopfball von Utecht im Wege. Eine Kette von Nachlässigkeiten ermöglichte den Anschlußtreffer zum 1:2 durch einen abgefälschten Freistoß von Schimmel. Nun begann die einzige etwas unsichere Phase des Tabellenführers, die Sekunden vor dem Pausenpfiff mit einer dreifachen Schußchance des SC endete. Libero Schüttpelz und "Angie" Engel blockten diese Versuche hingegen beherzt ab.
In der Pause fand die Wirtz-Elf offenbar ihre Stärke wieder und sorgte mit überlegten Kombinationen für die Entscheidung. Anton Gelwer spielte nach einem Konter H. Prume im rechten Strafraum schwindelig, so dass dieser zu Boden fiel. Der Spielmacher hatte darauf sehr viel Zeit, um den freistehenden Gausmann zu erspähen, der entschlossen den Ball aus kurzer Distanz im Tor unterbrachte. Dieser Treffer konsternierte die bordeaux-roten Meller. Bei einem weiteren Konter fand Gelwer mit einer perfekten Flanke den Kopf von Führing, der den Ball mit einem Aufsetzer unhaltbar im unteren Toreck platzierte. Nun brachen alle Dämme bei der Viktoria angesichts der beruhigenden Führung. Trainer Wirtz wechselte mehrfach aus, was dem Spiel keinen Abruch tat. Im Gegenteil - nach einer Gelwer-Ecke krönte Manndecker Hehemann seine seit Wochen bestechende Form per Kopf zum 5:1. In der Schlußphase übernahm Ausnahmetalent Mehmet Kodes das Regieheft von Gelwer und lenkte eindrucksvoll die letzten Offensivaktionen der Viktoria.
Der Sieg hatte letztlich viele Väter und daher muß man als Star eigentlich das Team feiern. Denn alle 15 Aktive sowie verletze und rekonvaleszente Spieler bildeten vorm Spiel einen symbolischen Kreis, der verdeutlicht, dass in diesem Team jeder Spieler seinen Anteil am Erfolg hat. Denn bisher bestritt man konfliktfrei diese zwei Drittel des Spielzeit mit überragenden 56 Punkten. Man verdiente sich nicht nur heute den Erfolg damit, das jeder sein Potential zu 100% in die Waagschale warf. Nach den Schlußworten des Trainers M. Wirtz in der Kabine fasste Kapitän Andreas Schüttpelz etwas undeutlich zusammen, dass der Coach diese Mannschaft wahrlich verdient hat für seine tolle Art, einer Mannschaft Profil zu geben. In den etwa 15 Monaten seines Schaffens ist es ihm gelungen, aus einem durchaus veranlagten, aber bisweilen disziplinlosen "Haufen" eine charakterfeste, spielstarke Einheit zu formen, die in diesem Zustand absolut wettbewerbsfähig das Unternehmen Bezirksliga in Angriff nehmen kann. Am nächsten Samstag erwartet uns der spielstarke TuS Bad Essen zur Auswärtsaufgabe, bei der sich die Erste wieder sehr über Unterstützung freuen wird. Bis dann...

- Andreas Schüttpelz -

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Kommentare: 1

  • #1

    astra (Montag, 16 März 2009 20:55)

    Ich finde es sollte uns gelingen dem Ball noch etwas Leder zu geben, und dann sehe ich der Zukunft positiv entgegen.
    heja heja heja heja ho!!!

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