Mi
20
Mai
2009
Doppelter Dreier im Wimmer: Drei Punkte mit drei Treffern
In einem über weite Strecken ereignisarmen Kick besiegte Viktoria den abgeschlagenen Absteiger aus Wimmer mit 3:0(2:0). Die Basis für den Erfolg im Altkreis Wittlage wurde im ersten Durchgang gelegt, während im zweiten Abschnitt Trainingsfußball Einzug erhielt.
Das Leistungsbarometer der Viktoria bekundet in den letzten Spielen der Saison deutliche Ausschläge -- in beide Richtungen. Waren die Heimauftritte auf dem Rehlberg zuletzt wahre Fußballleckerbissen, so gleichen die Auswärtspartien in Glane und zuletzt in Wimmer eher abgestandenem Fastfood.
Zu Beginn der Partie bemühte sich der Titelträger noch, das Spiel druckvoll über die Außenbahnen vorzutragen, denn im Zentrum war ein Gedränge wie Tags zuvor auf der Maiwoche. Dies gelang
weitgehend erfolgreich, so erspielte man sich einige gute Szenen. Wie gewohnt, brachte "Mister Goal" sein Team in Führung. Nach einer Flanke stieg Führing zusammen mit dem Torwart
hoch zum Ball. Der Keeper konnte das Leder nicht festhalten und Führing schob den Ball gekonnt ins leere Tor. Das 2:0 entsprang einer schönen Kombination über die linke Seite. Die
lange Flanke brachte Heimann zurück in den Strafraum. Dort spitzelte Gausmann den Ball aufmerksam über die Linie. Einem weiteren Treffer verweigerte der gute
Schiedsrichter die Anerkennung, da er Führing nach einem Paschke Pass im Abseits wähnte. Und der SV Wimmer? Nun, vom Gastgeber war wenig zu erwarten, so beschränkten
sich die blauen Hausherren angesichts des Hinspiel-Debakels auf Defensive. Daher gab es in Halbzeit eins auch nicht einen Schuss auf das von Leo Rein gehütete Tor. Konfusion gab es
noch bei einem Elfmeter für GMHütte. Etatmäßiger Schütze A. Schüttpelz verzichtete auf die Ausführung, da er sich krankheitsbedingt aus der Vorwoche nicht optimal vorbereitet sah. So
schnappte sich Mengeler den Ball, den er aber etwas leichtfertig in die linke Ecke schob, wo der Torwart bereits den Ball erwartete.
In der Pause ergriff Führing für den abwesenden Trainer Wirtz das Wort. Er mahnte, dass man weiter druckvoll und konzentriert das Spiel fortsetzen solle, damit der
SV Wimmer weiter in Schwierigkeiten bliebe. Man kann vorweg nehmen, dass dieses Vorhaben scheiterte. Einige Kollegen mussten dem Tempo, welches sie abends zuvor in diversen Etablissements der
Osnabrücker Partyszene vorlegten, Tribut zollen. Zunehmend träge wurde das Spiel, selten wurde schwungvoll über die Flügel agiert, so dass sich die Spielqualität zunehmend verflüchtigte. Drei
Highlights sind dem Logbuch des Spiels allerdings noch zu entnehmen. Erstens: Mathias Marquardt erzielte mit einem überlegten Flachschuss nach Ecke das 3:0. Zweitens: In Rekordzeit
von 20 Sekunden holte sich ein zuvor eingewechselter Wimmeraner eine Gelb-rote Karte ab. Zuerst rempelte er deutlich A.Schüttpelz um, damit er eine lange Flanke erreichen kann.
Danach hatte er es besonders eilig: nach dem Freistoß war A. Schüttpelz wieder in Ballbesitz und wollte besagten Spieler umkurven. Dies gelang, aber bei dem anschließenden
Flankenversuch von Schüttpelz drängte sich der bereits verwarnte Spieler derart heftig in die Beine, das man den Eindruck gewann, er habe dringende Termine. Der Schiedsrichter nahm's
gelassen und schickte den übermotivierten Spieler unter die Dusche. Dritter Eintrag ist die anhaltende Harmlosigkeit des Gastgebers, der Leo nie in Gefahr brachte. Dafür sorgte
Leo selbst, als er nach einem Rückpass dem Gegner den Ball vor die Füße schob, dieser mit dem Geschenk aber nichts anzufangen wusste.
So konnte man froh über den Abpfiff sein, der am Ende die Zuschauer von dem Grauen erlöste. Die beste Tagesleistung präsentierte wieder einmal Mirko, der dem Meister mit einer
"Schwarzwälder Kirsch" sowie einer "Quark-Mandarinen" den Ausflug in den Altkreis Wittlage kulinarisch schmackhaft machte. Nächste Woche ist es dann soweit, die Meisterschale wird am Rehlberg für
eine außergewöhnliche Saison überreicht. Die Viktoria wird gegen Borgloh II hoffentlich wieder ihre alte Stärke präsentieren, wie es sich für einen Meister gehört. Bis dann...
- Andreas Schüttpelz -





