So

09

Aug

2009

Alarslan beschert Hütte drei glückliche Punkte gegen starke Hasberger

In der spannenden Bezirksliga-Premiere von Aufsteiger Viktoria GMHütte siegte am Ende das glücklichere Team. Der Gast aus Hasbergen stellte über die gesamte Spieldauer das reifere Team und hätte eigentlich mehr als nur 1 Punkt verdient gehabt. Doch Burhan Alarslan besiegelte mit seinem Last-Minute Treffer zum 2:1(1:0) das Schicksal der Hasberger und bescherte seinem Team drei wertvolle Punkte.

 

Wie groß die Erleichterung der Gastgeber war, zeigte sich in der 90. Minute, als Alarslan unter seinen Mitspielern begraben wurde. Kurz zuvor ereignete sich ein eigentlich harmloser Freistoß der Hasberger in der Nähe der Mittellinie, den der Torwart selbst ausführte. Diesem Ball fehlte es allerdings an Länge, so dass die Viktoria den Ball auf der rechten Seite erringen konnte. Dann ging es schnell - ein Diagonalpass auf die linke Seite erreichte A. Engel, der den Ball mit der Brust mitnehmen konnte. Dies war eine geniale Vorlage für Alarslan, der den Ball anschließend freistehend über den Tormann ins Netz hob. Bei GMHütte brachen alle Dämme, Hasbergen sank zu Boden.

In der Anfangsphase zeigte sich bereits früh, dass die Hasberger ein erfahrenes und spielintelligentes Team besitzen. Im Mittelfeld stellten sie die Räume zu und ließen den Hausherren keinen Raum zur Entfaltung.
Weil bei hochsommerlichen Temperaturen insbesondere auf den Flügeln der Wirtz-Elf die Laufbereitschaft fehlte, lahmten die offensiven Bemühungen. So kam es ein wenig überraschend, als Goalgetter Führing nach einem Wörmann-Freistoß per Kopf das 1:0 erzielte. Hasbergen behielt weiterhin die Spielkontrolle und hatte die Chance bereits vor der Pause den Ausgleich zu erzielen. Bei einem Konter wurde Kind 20m vor dem Tor per Foul gebremst. Den Freistoß schoss Ulrich wuchtig an die Latte.

In der Kabine versuchte Trainer Michael Wirtz seinem Team Linie zu verpassen. Er forderte mehr Kampfbereitschaft und mehr Disziplin, um den unbequemen Gegner zu bezwingen. Für die heute enttäuschenden Youngster Hötzel und Ackermann wurden Gelwer in die Zentrale sowie Brüning-Wolter auf die häufig unterbesetzte rechte Seite beordert. Die Wechsel brachten zunächst Wirkung. Hütte wirkte konsequenter. Eine Riesenchance von Alarslan, als eine Schüttpelz-Flanke scharf über rechts in den Strafraum segelte, verpuffte wirkungslos. Unerklärlich, dass die Rehlberg-Elf fortan das Mittelfeld preisgab und Hasbergen so immer weiter aufkommen ließ. Fast hätte Ulrich schon in der 70. Min. den Ausgleich erzielt, als er frei vor P. Schüttpelz am Tor vorbei schob. Dies gelang ihm dann in der 85. Minute, als er einen Kurzpass von Gnida aufnahm und trocken links unten vollendete. Dieser Jubel währte indes nur kurz, wie wir wissen...

"Schlecht gespielt, aber ich freue mich über drei Punkte!", so brachte es der starke Torwart P. Schüttpelz auf den Punkt. Die große Freude machte sich am Rehlberg noch nicht breit nach dem Sieg, denn vieles bleib noch Stückwerk. Insbesondere durch große Diskussionsfreude an den eigenen Unzulänglichkeiten und im Grundsatz richtigen Schiedsrichterentscheidungen machte sich der Aufsteiger das Leben schwer. Jedoch war Erleichterung zu spüren mit dem ersten Sieg auf Bezirksebene. Dass das Spiel den eigenen Erwartungen nicht entsprach und das noch "Luft nach oben ist", wie P. Flethe befand, demonstriert den eigenen Anspruch. Es ist noch viel Arbeit in den nächsten Wochen zu erledigen. In der Einzelkritik schneiden besonders die Manndecker Flethe und das Phänomen Lindemann mit sehr gut ab. Sie kontrollierten ihre Gegenspieler und sorgten so für Rückhalt. In den anderen Mannschaftsteilen gibt es noch Steigerungspotential.

Dieses wird in den kommenden Auswärtspartien am Dienstag beim SV Kosova
(Pokal)
sowie beim Knüller in Holzhausen (Freitag) auch bitternötig gebraucht. Erfreulich war die große Zuschauerresonanz bei diesem Derby, welches die wachsende Fußballbegeisterung rund um den Rehlberg symbolisiert. Hierfür bedankt sich die Mannschaft recht herzlich.

 

- Bericht von Andreas Schüttpelz -

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Kommentare: 1

  • #1

    Udo Lazar (Montag, 10 August 2009 09:36)

    Hallo Viktoria

    ein sehr zutreffender Nachbericht. Den Ex-A-Jugendlichen sollte man eine längere Eingewöhnungszeit zubilligen denn in diesem Alter unterliegen sie enormen Formschwankungen.
    Wenn natürlich alle gesund sind hat der Wirtzer die Qual der Wahl. Aber keine Panik bzw. falsche Reaktionen !! Bin lange genug im Geschäft - ALLE werden noch ihre Einsätze bekommen - die Serie ist laaaaaaang

    bis Freitag in Holzhausen - Di. bin ich natürlich beim Conticup auf`m Rehlberg

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