Mo
24
Aug
2009
Chancenarmut im Derby sorgt für Remis
Derby -die Dritte! Seit über einem Jahr konnte erstmals wieder ein Gast Punkte vom Rehlberg entführen. Dies gelang dem Hagener SV beim 1:1 (0:1) im kampfbetonten Spiel zweier Teams mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Der "kleine HSV" startete mit zwei deftigen Niederlagen in die noch junge Saison, während Liganeuling Viktoria bislang alle Pflichtaufgaben siegreich beendete. Dass es heute lediglich zu einem Punkt reichte, lag schlichtweg an der Tatsache, dass dem Spiel der Hausherren der Esprit fehlte, um das Abwehrbollwerk der Hagener zu knacken.
Denn die Mittel der Gäste waren so schlicht wie am Ende deren Ertrag. Hinten dicht stehen, lange Bälle auf die schnellen Spitzen und ab und zu aus der Ferne schießen. Dazu kam er deutlich sicht-
und spürbare Wille, dieses Derby nicht mit einer hohen Niederlage wie zuvor zu beenden. Mit dieser Kampfkraft hatte der Aufsteiger angesichts der sommerlichen Temperaturen durchaus Schwierigkeiten.
Da es zudem an genialen Spielzügen über die Flügel mangelte, wuchs in der jungen Truppe die Ungeduld an. Spätestens beim Führungstreffer der Hagener wurde die "Naivität" bestraft. Ein eher
harmloser Freistoß an der Mittellinie wurde schnell ausgeführt. Da die Viktoria noch mit der Zuordnung beschäftigt war, gewann Rode schnell an Raum. Aus 30m witterte er dann seine Chance und zog
wuchtig ab. Sein Sonntagsschuß passte ins Bild und er drehte sich von Torwart Schüttpelz weg ins rechte obere Toreck und schlug nahezu unhaltbar ein. Die Unzufriedenheit über die
eigenen Darbietungen wurde somit komplett. Einmal wurde es ernst aus Sicht der Wirtz-Elf. Führing drehte sich über rechts in den Strafraum. Sein Schussversuch wurde mit der Hand
eines Hageners entschärft, was am Ende nicht die Aufmerksamkeit des Schiedsrichters fand.
Im zweiten Durchgang bot sich dasselbe Bild: Der Aufsteiger rannte immer wieder an, der Gast versuchte zu kontern. Wirtz brachte mit Alarslan,
Baumann und Hötzel durchweg offensiv ausgebildete Kräfte ins Spiel. Es kam etwas mehr Schwung, jedoch nicht die erhoffte Durchschlagskraft ins Spiel. Mit der einzig
echten Tormöglichkeit riefen die schwarz-roten Kicker den Jubel der Zuschauer hervor. Brüning-Wolter passte auf rechts, wo Hötzel mit einer schnellen Körpertäuschung
seinen Gegenspieler aussteigen ließ. Er flankte gefühlvoll in die Mitte, wo Gausmann per Kopf wenig Mühe hatte. Dieser Treffer war allemal verdient beim Engagement der
Viktoria.
Am Ende blieb es dabei. Einzig eine rote Karte gegen den Hagener SV wegen eines nicht nachvollziehbaren Fouls sorgte noch für Aufsehen. Trotzdem verließ der Gast zufrieden die Anlage, da Hagen den
ersten Punkt der Saison erntete. Die Viktoria schien eher enttäuscht zu sein, doch dazu besteht wirklich kein Grund. Man hat immerhin die Niederlage abwenden können und immer wieder sein Glück
versucht. Man erkennt, dass das Spiel bisweilen unter dem selbst auferlegten Anspruch leidet. Das Team ist noch nicht soweit, dass man die Gegner in Grund und Boden spielt. Es mangelt an taktischer
und spielerischer Variabilität, um in solchen Spielen als Sieger vom Platz zu gehen. Daher muss man das Spiel als Lernprozess begreifen. In zwei Wochen stellt sich mit SW Kalkriese ein ähnlich
destruktiver Gast am Rehlberg vor. Erst dann zeigt sich, ob das Team lernfähig ist. Einzig die wenig konstruktiven Diskussionen auf dem Spielfeld tragen nicht zum ruhigen Aufbauspiel bei. Der Start
in die neue Saison kann aus sportlicher Sicht nach wie vor als Erfolg gewertet werden. In der kommenden Woche stehen nun zwei interessante Auswärtsaufgaben an, bei der man im Tagesgeschäft Fußball
wieder neue Schlagzeilen schreiben kann! Bis dann...
- Andreas Schüttpelz -
Kommentare: 7
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#1
Die rote Karte war ein Witz. Wie kann ich als Linienrichter eine Tätlichkeit anzeigen und kann anschließend dem Schiedsrichter nicht erklären, was ich gesehen habe. Dafür müsste man den Linienrichter mal ordentlich sperren. Und das schönste wird ja noch kommen, weil eine Sperre wird so oder so für den Spieler ausgesprochen, weil die Herren beim Sportgericht sicher nicht mit einem Freispruch dafür sorgen werden, dem Schiedsrichter eine Fehlentscheidung zu quittieren.
Aber sonst war es ein rassiges Spiel und Hagen war sicherlich nicht so schlecht und destruktiv, wie sie hier in diesem Bericht wegkommen. -
#2
von schlecht war nicht die Rede, aber wie würdest Du es bezeichnen, wenn ca. 30 min der 2. Hälfte 21 Personen zzgl. Schiri in einer Spielfeldhälfte unterwegs sind. Für mich bedeutet das: "Rettet die Null mit allem was Beine hat!"
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#3
Die letzten 15 Min kannst du ja schon mal gut und gerne abziehen, denn für die Unterzahlsituation hat nicht Hagen gesorgt, sondern das Schiedsrichtergespann ganz alleine. Und das Hagen dann mit 10 Leuten nicht ins offene Messer läuft, sollte doch auch jedem klar sein. Und bis zum Platzverweis hat Hagen sicher nicht mit 11 Leuten um den eigenen 16er gestanden!
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#4
Der SV Hagen hat sicherlich nur begrenzte Möglichkeiten, die an diesem Sonntag für ein hochverdienten Punktgewinn reichten. Man wird sehen, welche Wege beide Teams weiter einschlagen werden.. Wobei der Punktgewinn so richtig keinen glücklich machen wird. Ich denke unterm Strich haben beide Teams an dem Tag 2 Punkte verloren.
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#5
Denk der bericht triffts schon gut...aber das wir kein offensivfeuerwerk abbrennen war auch klar oder...?!!
viel glück weiterhin der viktoria...
@astra
Hagener SV und nicht SV Hagen soviel respekt und zeit muss sein...danke
nice day -
#6
Respekt zu diesem Start, damit kann man ja wohl voll zufrieden sein.
Schade nur das das gute Bild der Viktoria durch unschöne Vorkomnisse der 4. Herren in den Dreck gezogen wird. Da sollte sich der Vorstand mal Gedanken machen, ob das im Sinne des Vereins ist. -
#7
Hallo Christian,
der Vorstand macht sich nicht erst seit dem letzten Spiel Gedanken dazu. Es wurde bereits eine Entscheidung diesbezüglich getroffen, die ich aber nicht öffentlich hier diskutieren möchte. Wer weitere Infos haben möchte, kann gerne ein Vorstandsmitglied persönlich ansprechen.
Gruß
Roger 




