So

06

Sep

2009

Revanche geglückt - Viktoria siegt 6:1

Mit 6:1 (3:1) ereilte SW Kalkriese dasselbe Schicksal wie vor Wochenfrist deren Gegner Kloster Oesede, der exakt mit demselben Ergebnis abgefertigt wurde. Insofern erlebten die Nordkreisler die Brutalität des Ligaalltags - zwischen Himmel und Hölle. Dass es am Ende nicht noch torreicher zuging, lag am geschickten Eingreifen des Kalkrieser Torwartes, der mit spektakulären Paraden ein Debakel verhinderte.

Aggressiv, temporeich, über die Flügel - diese Forderungen gab Michael Wirtz in der Ansprache vor dem Spiel mit auf den Weg. Die Zuschauer mussten am Ende feststellen, dass GMHütte diese Marschroute über weite Strecken gut umsetzen konnte. Die einzig gefährliche Waffe der Nordkreisler war Eder Malungu, Bruder unseres Youngsters Tardeli Malungu. Er hatte allerdings in Lars Hehemann einen echten Schattenspieler an seiner Seite, der dem talentierten Kongolesen überhaupt keinen Entfaltungsraum gab.

Die erste halbe Stunde stand ein wenig im Zeichen des Abtastens, als die Viktoria noch nicht zwingend vor das schwarz-weiße Tor kam. in der 29. Minute konnte Führing jedoch glänzend von Oldie Lindemann in Szene gesetzt werden. Er schob den Ball überraschend für alle mit links in das vom Torwart bewachte Eck zum 1:0. Nur sechs Minuten später erhöhte Alarslan mit einem schönen Heber aus 14m auf 2:0. Kalkriese wirkte konsterniert und musste in der 43. Minute sogar noch das 3:0 hinnehmen. Gelwer traf nach einem Abpraller aus 16m zum 3:0 links unten im Eck. Eine unüberlegte Aktion von Routinier Lindemann brachte wieder Spannung ins Spiel. An der Eckfahne foulte er unnötig seinen Gegenspieler. Den Freistoß konnte der ansonsten beschäftigungslose Schüttpelz nicht wegfausten. Maraun erwischte den Ball per Kopf anschließend nicht richtig, so dass er A. Schüttpelz auf der Linie in die falsche Richtung laufen ließ - 1:3!

Nach der Pause ging die klare Linie der Gastgeber ein wenig verloren. Kalkriese hatte nun etwas mehr vom Spiel und der kompromisslose A. Schüttpelz musste ein ums andere Mal die Gefahr mit wuchtigen Schüssen klären. Ein nicht gegebener klarer Handelfmeter, als der Kalkrieser im Strafraum stand und den Ball deutlich mit der Hand klärte, sorgte unterdessen für zusätzliche Aufregung im Viktoria-Spiel. Fast hätte Lüdeke mit einem Kopfball Erfolg gehabt. Dies wirkte wie ein Weckruf für Hütte. In der Schlußviertelstunde drehte der Liganeuling auf. Alarslan traf mit rechts zum 4:1 in der 77. Minute. Nachdem die Uhr eine Umdrehung absolvierte, legte Gausmann mit dem 5:1 noch einen drauf. Er hätte per Kopf sogar noch mal treffen können. Eine tolle Kombination über rechts konnte Ente Mengeler leider nicht exakt platzieren und auch der immer fleißige Börger fand aus kurzer Distanz nicht das Tor. In der 86. Minute gelang ihm dann doch noch ein Treffer, der fast in Zeitlupe über die Linie trudelte.

Strahlend empfing Micky Wirtz schließlich seine Spieler nach Spielschluß in dem Wissen, dass der Sieg recht hoch war, aber bei konsequenter Nutzung für Kalkriese verheerend hätte ausgehen können. Letztlich gab die Tagesform den Ausschlag, da Kalkriese nicht so energisch wie vor einer Woche in Fahrt kam. Auffällig war heute das Arbeitspensum von Gelwer, der keinen Zweikampf scheute und auch mal kraftvoll zupackte. Er scheint in der Bezirksliga angekommen zu sein. Die nordischen Wochen setzen sich für die Viktoria in der nächsten Woche fort. GMHütte ist zu Gast beim Ex-Club von Trainer Wirtz in Rieste. Das Team freut sich schon jetzt über zahlreiches Erscheinen von vielen Zuschauern -insbesondere von Rehlberg-Sympathisanten...

 

- Andreas Schüttpelz -

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