Sa

03

Okt

2009

GMHütte machtlos gegen Haster Effektivität beim 0:3

Im Verfolgerduell der Bezirksliga hat GMHütte den vorübergehenden Sprung auf Platz zwei verpasst. Stattdessen musste der junge Aufsteiger eine 0:3 (0:1)-Niederlage hinnehmen, die bei korrekter Buchführung vollauf verdient ist. Der TuS Haste bewies über neunzig Minuten die größere Cleverness und gab einen Beweis dafür, weshalb er zu Recht im Spitzenfeld der Liga steht. Somit gerät die Tabellenspitze außer Sichtweite, da Spitzenreiter SSC Dodesheide zeitgleich einen 1:3 Rückstand in einen Sieg drehen konnte.

Die einstige Festung Rehlberg bröckelt – seit etwa anderthalb Jahren konnte die Viktoria ihre Heimauftritte siegreich beenden. Nun gelang dem Gast aus Haste bereits als zweitem Team ein Auswärtssieg. Wenige Schlüsselszenen in der ersten Halbzeit kennzeichnen den Verlauf dieses Spiels. Die Anfangsphase gehörte dem Gast, der nach einer Ecke die Führung auf dem Kopf hatte. Ackermann störte seinen Gegner Flottmann nicht entscheidend, so dass sein Kopfball an den Pfosten prallte. Nach zehn Minuten befreite sich die Viktoria und Führing hätte aus 12m nach Hehemann Flanke treffen können, jedoch sein Linksschuß entpuppte sich als zu harmlos. Die größte Chance zur Führung besaß Alarslan. Wörmann flankte energisch von links auf Führing, der überlegt den Ball in den Lauf des heranstürmenden Aushilfskapitäns legte. Wuchtig hämmerte er den Ball aus 18 Metern an den Pfosten. Zwei weitere Freistöße durch Ackermann und Wörmann nährten die Hoffnung der Hausherren auf ein baldiges Tor. In diese Phase herein platzte ein unberechtigter Freistoß 18 Meter vor dem Tor der Viktoria. Nico Schwegmann zeigte, dass er es besser kann und schlenzte den Ball über die Mauer in den Winkel (30 Min.). P. Schüttpelz war machtlos.

Dieser Rückstand bekam der jungen Wirtz-Elf gar nicht. TuS Haste zog sich im zweiten Durchgang zurück und überließ den Hausherren die Fleißarbeit. Abwartend lauerte der Gast auf Konter. Mit dieser Rollenverteilung war GMHütte überfordert. Man suchte zu oft unpräzise den Weg durch die Mitte. Die Laufbereitschaft - für ein kreatives Offensivspiel notwendige Grundlage – war nicht ausreichend vorhanden, möglicherweise hat das Pokalduell 48 Stunden zuvor doch mehr Verschleiß angerichtet als manchem lieb war. Die einzigen im Ansatz gefährlichen Aktionen ereigneten sich über die rechte Seite. Dabei spielte Wörmann eine gute Rolle. Einen Kurzpass auf Malungu schoss dieser jedoch weit am Tor vorbei. Bei einem energischen Vorstoß in den Strafraum suchte „Toto“ Wörmann dann vergeblich nach einer Anspielstation – sein Pass endete wirkungslos am Rande des hinteren Strafraums. Doch auch diese kritische Phase überstand das Team von Thomas Exner und setzte die entscheidenden Nadelstiche. Ein Ballgewinn auf der linken Abwehrseite führte zu einem schnellen Konter über rechts. Hochow sprintete zeitgleich aus der eigenen linken Hälfte Toni Gelwer davon. Als er im Strafraum angekommen war, erreichte ihn die Flanke, die er freistehend mühelos im Tor unterbringen konnte (80. Min.). Nur fünf Minuten später sicherte Viehweider den Ball und legte dann mustergültig in den Lauf von M. Nelles, der rechts von Baumann laufen gelassen wurde. Auch er schob den Ball unbedrängt ein.

Wirtz stellte nach dem Schlußpfiff treffend fest, dass der Sieg absolut verdient sei. Sein Team war sichtlich bemüht, ein Tor zu erzielen, doch es mangelte eindeutig an Durchschlagskraft. Sein Gegenüber Thomas Exner freute sich indes über die drei Auswärtspunkte und nahm die Komplimente für sein effektives Team gern entgegen. Einzig die Verletzungen zweier Spieler (Balhas, Krotzek) trübten ein wenig den Freudenbecher. Für die Viktoria gibt es noch viel zu lernen in dieser Bezirksliga, um sich dauerhaft in der Spitzengruppe zu etablieren. In Punkto Effektivität bekam man diesmal eine Lektion von der Osterhaus-Truppe. Die extremen Wochen gehen nun weiter, denn die Auswärtsspiele in Bersenbrück und Kloster werden von dem Heimspiel gegen Dodesheide unterbrochen. Danach wird man wissen, wie der Leistungsstand der Schwarz-Weißen zu bewerten ist. Bis dann…

 

- Andreas Schüttpelz -

Kommentar schreiben

Kommentare: 4

  • #1

    Johannes Karrenbrock (Samstag, 03 Oktober 2009 20:48)

    Hallo !
    Ich habe das Spiel garnicht so schlecht gesehen.
    Gegen sehr starke Haster wurde zu hoch verloren.
    Man sollte mal daran denken wo WIR vor 2 Jahren
    standen !!!

    Schöne Grüsse !

  • #2

    andreas (Samstag, 03 Oktober 2009 21:13)

    DANKE sehr für das Lob - ich möchte auch nicht sagen, dass es so schlecht war. Das stetige Bemühen war ja auch vorhanden, leider fehlte es an Esprit (eine Folge des Pokalspiels ?) und an Ausgebufftheit gegen eine gute (Platz 2) Bezirksligatruppe, die von Thomas Exner (schönen Gruß, Fitze) hervorragend eingestellt war. Auf Kunstrasen kann man HAste dann auch nicht so vor Probleme stellen, wie andere Teams.

  • #3

    ente (Samstag, 03 Oktober 2009 23:33)

    lehrgeld bezahlt... mund abwischen und drauß lernen

  • #4

    andreas (Montag, 05 Oktober 2009 19:57)

    So sah es das Web:
    http://www.osnaball.de/

  • loading