Mo
26
Okt
2009
3:1 Auswärtssieg im Derby
Mit einem 3:1(1:1) Sieg beim Lokalrivalen VfL Kloster Oesede bleibt die junge Viktoria Spitzenreiter SSC Dodesheide weiter auf den Fersen. Zwar hielt das Derby nicht immer das, was es versprach, Spannung über den Ausgang blieb indes bis zum Schlußpfiff erhalten, da es die Wirtz-Truppe versäumte, bei glänzenden Kontermöglichkeiten einen Kantersieg zu erzielen
Die Anfangsphase verlief äußerst abwartend. Die Viktoria verlegte sich auf vorsichtige Spielanlage, während die Hausherren kompakt die Defensive suchten. Die Verunsicherung des VfL durch einige
Niederlagen sowie etliche Verletzungen zwangen Neu-Trainer Thomas Brewe offenbar dazu, dieses taktische Mittel zu wählen. Bemerkenswert war das robuste Einsteigen der Viktoria in Zweikämpfen, was
man bislang von der Rehlberg-Elf nicht kannte. Überraschend ging der Gast in der 17. Min. in Führung. Ackermann trickste mit einem guten Paß auf Alarslan zwei
Gegner aus. Dieser zögerte nicht lange und flankte sofort von rechts vor das Tor, wo Börger dankbar den Ball im Flug mit der Schulter ins Tor lenkte.
Die Freude über die Führung währte jedoch nicht lange. Zwei Minuten später griff die linke Verteidigungsreihe zu sorglos ein. Mit einem Doppelpass drang ein Kloster-Stürmer in den Strafraum ein.
Das ungestüme Einsteigen von Gelwer brachte den Spieler zu Fall und der Schiedsrichter fühlte sich veranlasst, auf den Punkt zu zeigen. Ein Elfmeter, den man nicht pfeifen muss,
aber durchaus kann. Solbach waren die Diskussionen egal und er verwandelte sicher rechts unten, wenngleich Brüggemann die Ecke ahnte.
In der Folge hatten die Gastgeber Oberwasser. Hütte war verunsichert und ließ Kloster ins Spiel kommen. In der 34. Minute musste Kloster eigentlich das 2:1 machen. Eichler drang über rechts vor
das Tor, doch Brüggemann klärte im Eins gegen Eins bravourös.
Wirtz schickte im zweiten Durchgang die gleiche Elf ins Rennen, obwohl es schon auf der einen oder anderen Position Probleme gab. Gelwer war Gelb vorbelastet,
die linke Seite kam wenig in Schwung und die Spitzen blieben neutral bei der sorgsamen Bewachung durch die Kloster-Innenverteidigung. Offenbar hatte Keeper Riepenhoff Mitleid mit seinem alten
Verein. Bei einem langen Freistoß von Baumann griff weder Freund noch Feind ein, der Ball sprang einmal auf und rauschte im langen Eck in den Torwinkel (50. Min.). Riepenhoff
machte hier alles andere als eine gute Figur. Dank dieser glücklichen Fügung fand die Viktoria wieder ins Spiel. Bei einem Konter bewies Alarslan Übersicht, er legte von der
Torauslinie zurück auf Mengeler, der clever die freie Ecke fand und aus 10m das 3:1 erzielte (60. Min.). In der Folgeüberließ die Wirtz-Elf dem Lokalrivalen das Feld und brachte
sich unnötig in Bedrängnis. Bei einem tollen Fernschuß bewies Brüggemann erneut sein Können und parierte. Den Abpraller brachte einen Kosteraner frei vor
Brüggemann zum Schuss, der wieder rettete. Zwischendurch testete Ackermann mit einem tollen 16m Schuss die Festigkeit des Aluminiums, das Tor blieb ihm
versagt.
Unverständlich, dass es dann wieder bei einem Freistoß lichterloh vor dem Hütte-Tor brannte. Der Ball segelte von rechts zum Tor herein. Am langen Pfosten verschlief Baumann das
Eingreifen und wieder rettete Brüggemann sensationell den Ball aus 5m. Etliche Eckbälle der Hausherren brachten sporadisch Gefahr, aber hier stand die Hintermannschaft um den
übersichtlichen Gausmann sicher. Die letzten 5 Spielminuten standen im Zeichen vergebener Konterchancen der Viktoria. Bei einer Überzahl-Situation passte
Gausmann unpräzise auf Mengeler. Ackermann konnte ein Solo frei vor dem Tor nur neben das Tor schieben, aber ein viertes Tor hätte dem
Spielverlauf wenig entsprochen.
"Mit einer mäßigen Leistung drei Punkte erobert!" -- so fasste es Carsten Führing bei seinem ehemaligen Arbeitgeber zusammen. In der Tat fand die junge Viktoria selten die
spielerischen Werkzeuge in der Trickkiste, um die Zuschauer von den Sitzen zu reißen. Dank der momentan eher geringeren Leistungsstärke von Kloster blieb Schlimmeres erspart.
Hervorzuheben ist die überragende Leistung von Dane Brüggemann, der sich die BamS-Note 1 allemal verdiente. Ihm am nächsten kam der eifrige Mengeler, der sehr
effektiv die Defensive im Mittelfeld ordnete und sich mit einem Tor selbst belohnte. Ackermann hatte etliche gute Szenen, einzig Fortune blieb ihm versagt. Das ruhige Auftreten
von Gausmann ist ebenfalls bemerkenswert. Solide war die Arbeit der Manndecker Flethe und des manchmal überhasteten Hehemann. Kapitän
Alarslan führte kämpferisch sein Team durch die neunzig Minuten. Nach etwas mehr als einem Drittel Bezirksliga schwimmt die Viktoria weiter in der Bug-Welle von Dodesheide. Die
Platzierung ist allemal gerechtfertigt und verdient. Es warten nun unangenehme Pflichtaufgaben bei Abstiegskandidaten (Gesmold, Quakenbrück), wo sich zeigen wird, ob man aus den Fehlern der
Vergangenheit gelernt hat. Denn bislang hat sich der Aufsteiger gegen schwächere Teams regelmäßig nicht mit Ruhm bekleckert. Insofern ist für Spannung in diesen Spielen gesorgt. Bis dann...
(P.S.: Die journalistische Arbeit musste zwei Wochen ruhen, da der Reporter die landestypischen Sitten und Bräuche in Tunesien untersucht hat!)
- Andreas Schüttpelz -
Kommentare: 5(Diskussion geschlossen)
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#1
Das der Baumi endlich trifft wurde auch Zeit denn diese Freistösse übt er schon seit Korti`s Trainingseinheiten.
......und die Riesenparaden von Dane kommen auch nicht von ungefähr.....der kennt schon den Rasen auf Kloster....hi-hi
Gruss euer UDO -
#2
Ein sehr kritischer Bericht wie ich finde, GM-Hütte kam zwar in der ersten Halbzeit nicht richtig ins Rollen und hatte einen überragenenden TW, doch die zweite Halbzeit war sehr schwungvoll und dynamisch. Ein Kompliment an die junge Truppe, die aus sehr vielen jungen Spielern besteht. Auch die Einwechselungen belebten das Spiel und verstärkten die Defensive merklich. Das Kloster alles nach vorne wirft war zu erwarten. Wenn GM-Hütte so weiterspielt könnte eine gute PLatzierung drin sein
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#3
Sehe es auch so! Man hat ja auch nicht gegen eine Truppe von unten gespielt, eher im Gegenteil. Und das die Jungen Spieler nicht alles Richtig machen sehe ich für überhaupt nicht schlimm. Diese Junge Mannschaft hat aus den letzten 3 Spielen (und das gegen Mannschaften aus dem oberen Tabellendrittel) 7 Punkte geholt. Da gibt es nicht viel zu kritisieren. Weiß zwar nicht was intern da so besprochen wird aber ich denke man kann mit dem erreichten sehr zufrieden sein.
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#4
recht so - wir sind auch sehr zufrieden mit dem Erreichten. Am Samstag stand die Freude über drei gewonnene Punkte im Mittelpunkt. Dennoch gibt es keinen Anlaß, überschwenglich tönend durch die Liga zu galoppieren. Hochmut kommt vor dem Fall und die bisherige Platzierung ist eine Momentaufnahme. Fußball ist halt ein Tagesgeschäft, nicht wahr Uwe...? ;)
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#5
ahhh ich glaube das kommt vllt falsch rüber, aber (ich kann jetzt nur für ich sprechen) natürlich freu ich mich über die siege gegen bersenbrück und kloster, aber es gab einiges was wir noch besser machen können bzw müssen.... in beiden spielen unsere konter die wir hatten viel viel zu schlecht zu ende gespielt (wie auch gegen dodesheide)!
aber klar 7 punkte von 9 möglichen is immer super.... wobei ich nach dem dodesheide spiel mich ganz schön zusammenreißen musste um nicht unsere kabine kurz und klein zu treten!




