Mi
11
Nov
2009
Traumtor sichert glücklich drei Punkte im Aufsteigerduell
Dank eines spektakulären Seitfallziehers von Julian Hötzel konnte GMHütte eine erneute Pleite in Heimauftritten gegen das Schlusslicht aus Quakenbrück abwenden. Durch den hart umkämpften 3:2 (2:1)- Erfolg rangiert die Wirtz-Elf weiter auf Rang drei und profitierte dabei vom Punktverlust des Tabellenzweiten TuS Haste.
Das Spiel hatte den erwarteten Verlauf. Coach Micki Wirtz brachte es in der Woche zuvor immer wieder auf den Punkt, indem er klarmachte, dass Quakenbrück deutlich besser ist als es der Tabellenstand aussagt. Bereits im Juni trafen beide Teams im Kreismeisterschaftsendspiel aufeinander. Auch damals konnte der der Gast aus dem Artland durch Laufbereitschaft, Kampfkraft sowie spielerische Qualität überzeugen. Nach unaufgeregter Anfangsphase machte Quakenbrück den ersten gravierenden Fehler. Bei einem Steilpass über rechts wurde Gelwer nicht verfolgt. Der Techniker machte noch einem Schlenker und vollendete dann aber sicher zum 1:0 (17.). Nur vier Minuten später dann die scheinbare Vorentscheidung. Nach einer Ecke pflückte der stets unsichere Torwart den Ball zunächst herunter, um ihn dann vor den Füßen Ackermanns fallen zu lassen. Gedankenschnell drückte Acki den Ball zum 2:0 über die Linie.
Es schien, als sei die Messe gelesen, doch fast im Gegenzug verkürzte der QSC auf 1:2. Vier Verteidiger schauten zu, als Buse den Ball Richtung Tor spitzelte. Der überraschte Brüggemann konnte den Ball im Fallen nur noch ins eigene Tor lenken. Fortan entwickelte sich die Partie aus GMHütter Sicht zu einer Zitterpartie. Quakenbrück erspielte sich immer mehr Feldanteile, während die Mittelfeld Achse Mengeler, Wörmann und Gelwer keine Mittel fanden, den Gegner entscheidend zu stören. Bis zur Pause hatte das Resultat dennoch Bestand. In der Halbzeit verwies Wirtz dann erneut auf die Tatsache, dass man auch gegen den Underdog den Kampf annehmen müsse, um zu bestehen. Das sah jedoch auch im zweiten Durchgang zunächst nicht danach aus. Ein Lattenknaller des QSC sorgte für soviel Aufregung, dass kurz darauf Rybak sträflich frei vor Brüggemann auftauchen konnte, um den Ausgleich in der 50. Min. zu erzielen.
Nun stellte Wirtz um. Die drei Angreifer des QSC wurden in Manndeckung genommen, Libero Gausmann wurde ins Mittelfeld vorgeschoben und Schüttpelz übernahm die Position des letzten Mannes. Wohl auch bedingt durch den Wechsel des verletzten Rybak verlor der QSC die Gewalt über das Spiel. Hütte entwickelte zusehends Druck, der sich in Torchancen widerspiegelte. Bereits kurz nach seiner Einwechselung hätte Hötzel die Führung markieren können, doch er wurde in höchster Not frei vor der Linie gestoppt. GMHütte spielte nun konzentriert über die Flügel und behielt die Ruhe. Mit einem herrlichen Linksschuß, der als Flanke gedacht war, traf Ackermann den Pfosten. Börger hatte bereits zum Jubeln abgedreht. Dann kam der große Auftritt von Hötzel. Eine zielgenaue Flanke von Ackermann zirkelte der eigenwillige Stürmer artistisch über den Torwart hinweg ins lange Toreck. Der Treffer erinnerte an das 1:0 von Barletta im DFB-Pokal gegen Dortmund. Der Jubel der Viktoria war groß. In der Schlussphase verteidigte GMHütte den Vorsprung geschickt über die Zeit. Dem QSC waren zudem die Ideen ausgegangen.
Das Spiel bewies einmal mehr die Schwierigkeiten der Viktoria in Heimspielen und zugleich gegen vermeintlich schwächere Teams. Es ist mittlerweile eine Binsenweisheit, dass man in jedem Spiel sein Potential voll abrufen muss, um die Spiele siegreich zu gestalten. Dank der Probleme des QSC in der Defensive ist dieser Einstellungsmangel diesmal gerade einmal gut gegangen. Der Lernprozess der jungen Akteure ist also längst nicht abgeschlossen. Dennoch ist berechtigte Freude über den Sieg erlaubt. Am kommenden Sonntag erwartet die Elf das letzte Highlight der Hinrunde, denn es geht zum Aufstiegsanwärter SC Lüstringen. Warten wir ab, ob die Auswärtsstärke der Schwarz- Weißen weiter Bestand hat.
- Andreas Schüttpelz -




