Di

24

Nov

2009

Wechselhaftes Spiel mit gerechtem Remis in Hasbergen

Einen interessanten Fußballabend erlebten die Zuschauer am Freitagabend in Hasbergen. Zwei spielstarke Teams trennten sich am Ende leistungsgerecht mit 3:3(3:1), wobei der Gastgeber aus Hasbergen nach 12 Minuten bereits wie der sichere Sieger aussah. Dass die junge Mannschaft vom Rehlberg nie aufsteckt, belegt die Leistungssteigerung, die am Ende zum Remis führte.

Andreas Schüttpelz hatte sich sein Comeback nach verletzungsbedingter Pause auf der Liberoposition sicher anders vorgestellt. Die Mittelfeldakteure agierten verhältnismäßig lässig, so dass die Hasberger schnell die Initiative ergreifen konnten. In der achten Minute war Otte der Nutznießer dieser Lässigkeit. Er traf aus 18m ungehindert zum 1:0 mit einem Flachschuss. Zu allem Überfluss verletzte sich Dane Brüggemann bei dieser Aktion an der Hüfte, wodurch er in der Folge beeinträchtigt war. Nur zwei Minuten später traf Schulte zum 2:0.Ein Steilpass schickte den jungen Angreifer aus abseitsverdächtiger Position auf alleinige Reise Richtung Tor. Dass er sich die Chance nicht nehmen ließ, ist bereits bekannt. In der zwölften Minute dann der nächste Schock für die Viktoria. Ein langer Ball brachte Ulrichs in Ballbesitz. Er legte genial auf den freistehenden Gnida, der keine Mühe hatte, den verletzten Brüggemann zu überwinden. Die erstmals in dieser Saison in grau gekleideten GMHütter sahen sich fassungslos und wie versteinert ob der vergangenen 5 Minuten an. So etwas hatte keiner auf der Rechnung.
In der Folge bekam man das Spiel langsam in den Griff. Es fehlte aber durchweg an Leidenschaft und Ernsthaftigkeit, um die Gastgeber in Bedrängnis zu bringen. So war es ein Wink des Schicksals, als Börger in der 35. Minute nach einem abgefälschten Ball allein vor dem Tor in Ballbesitz geriet. Er verkürzte kaltschnäuzig auf 1:3. Nun war die Viktoria zurück im Spiel. Die Aktionen wurden druckvoller und wieder Börger hätte mit einem tollen Schlenzer noch vor der Pause das 2:3 erzielen können, der Keeper reagierte indes klasse. Das Glück stand außerdem Pate, als Gnida einen Volley aus 5m über das Tor drosch.
In der Halbzeit beruhigte Michael Wirtz sein Team und machte klar, dass mit mehr Engagement gegen diesen gefährlichen Gegner gespielt werden müsse. Dies beherzigte die Truppe umgehend. Mit dem schönsten Angriff, als Baumann schwungvoll über links eine tolle Flanke inszenierte, die Börger ohne Mühe über die Linie drücken konnte, fiel das 2:3. Hütte setzte schnell nach. Wörmann zog unbedrängt aus 22m ab. Der sicher harte, aber nicht unhaltbare Ball, rutschte dem Torwart aus Hasberger zur Überraschung aller durch die Beine zum Ausgleich. Nun drohte das Spiel zu kippen. Hütte drängte weiter, doch die Chancen wurden nun nicht konsequent zu Ende gespielt. Ab der 70. Minute fand Hasbergen zurück ins Spiel. Auch der Gastgeber hatte wieder Möglichkeiten zur Führung. Jedoch konnte der mittlerweile aufgrund von Behandlungsmaßnahmen schmerzfreie Brüggemann toll retten. Das negative Highlight der Schlussphase war die Verletzung von Tobi Wörmann. Er schlug bei einem Zweikampf im Fallen auf das Knie eines Gegners. Dabei zog er sich eine stark blutende Platzwunde am Kopf zu, die ein weiteres Mitwirken unmöglich machte. Die Verletzung wurde im Krankenhaus anschließend behandelt. So blieb am Ende ein vermeidbarer Punktverlust der Rehlbergelf, die jedoch wieder einmal ihre gute Moral und Spielstärke unter Beweis stellte. Die Tiefschlafphase zu Beginn des Spiels war ausschlaggebend für eine hohe Hypothek, die gerade noch einmal beglichen werden konnte.

- Andreas Schüttpelz -