Mo
07
Dez
2009
Glücklicher Punkt in Hagen beim 2:2
Dank eines Traumtores von Anton Gelwer kam Viktoria GMHütte quasi mit einem leichten Blechschaden im Rennen um Bezirksligapunkte beim Hagener SV davon. 2:2 (0:1) war der Endstand in diesem Derby, welches unter Berücksichtigung des Aufwandes eher dem Gast als der Heimelf schmeichelt. Mit klarem Blick betrachtet, waren die Gastgeber deutlich stärker an einem Sieg interessiert als die Gäste, die lediglich in der Schlussphase aufgrund etlicher 100%iger für Aufsehen sorgten.
Dabei begann das Spiel nach Maß für die Viktoria. Wie schon vor Wochenfrist legte man mit einer frühen Führung einen guten Grundstein. Gausmann setzte sich auf links durch, sein
Paß erreichte Wörmann, der sich geschickt um seinen Gegenspieler drehte und wuchtig zum 1:0 traf. Als Ex-Hagener sowie Gastgeber einer Party am gleichen Abend zu seinem 25.
Geburtstag. Das passende Geschenk. Leider konnte die Viktoria diese Führung nicht zu mehr Dominanz nutzen. Einfache Fehlpässe, keine Präsenz im Zweikampf sowie zu wenig Aggressivität im
Mittelfeld – die Roten Hagener mussten sich vorkommen wie im Training. Mit Leichtigkeit gewann en sie Feldüberlegenheit, die so langsam Torgefahr entstehen ließ. Einen wuchtigen Fernschuß konnte
Brüggemann mit höchster Not zur Ecke lenken. Den anschließenden Eckball versenkte ein Hagener regelwidrig im Netzt – der Schiri pfiff vorher ab. Nur einmal erreichten die
GMHütter ernsthaft das gegnerische Tor. Eine Kopfballvorlage brachte wieder Wörmann in prächtige Torschußlage. Sein knallharter Volley flog jedoch hoch über das Tor.
Wieder einmal musste Wirtz seine Elf in der Halbzeit zur Besinnung rufen. Es war vielen nicht bewusst, welche Attribute gefordert waren, um heute zu bestehen. Statt energisch aus
der Kabine zu kommen, drängte die Heimelf weiter und zwei Standards brachten die Hagener in Führung. Ein Freistoß von der Mittellinie segelte in den Strafraum. Der Ball prallte
Hawer vor die Füße und dieser konnte mit wuchtigem Schuss zum Ausgleich treffen. Der nächste Freistoß kam von der linken Seite, als der Schiedsrichter trotz gespielten Balls auf
Foul entschied. Die Flanke kam wieder hoch, diesmal stieg ein Hagener hoch, nachdem er sich vorher per Rempler Platz verschafft hatte und konnte vollenden. Wirtz wechselte in der
Folge dreimal, um mit Flethe, Gelwer sowie Hötzel die Wende zu erreichen. Doch Hagen blieb am Drücker und die Viktoria bekam wenig Linie ins
Spiel. Erst in der Schlussphase, als sich Hagen aufs „Halten“ Verlegte, kam Hütte zu Chancen. Gelwer verfehlte per Schlenzer knapp. Nach Schüttpelz Freistoß
stand Brüning-Wolter frei, doch er traf den Ball nicht richtig. Letztgenannter wurde in der letzten Minute noch mal toll freigespielt, doch sein Abschluss verfehlte knapp das
Ziel. Erwähnung finden sollten auch zwei Kopfballversuche, bei denen Präzision und Härte fehlten.
Bilanzierend bleibt die Erkenntnis, dass Hagen in diesem Jahr in beiden Spielen die aktivere Mannschaft war. Mit hohem Einsatzwillen und bisweilen spielerischen Elementen bestimmten die Roten
über weite Strecken das Spiel. Hütte hatte hingegen die weitaus besseren Tormöglichkeiten. Ein Auswärtssieg hätte dem Spielverlauf indes „ad absurdum“ geführt. Somit kann die Viktoria froh über
die Trefferqualitäten von Gelwer sein, der wenigstens eine Niederlage vermied. Die Viktoria steht als Aufsteiger somit im erweiterten Spitzenfeld –nicht mehr und nicht weniger.
Zu mehr wird es sicher nicht reichen, da man besonders in Spielen gegen Underdogs regelmäßig Probleme bekommt. Dies ist mit dem jungen Alter des Teams zu begründen, denn Spitzenreiter Dodesheide
gewinnt solche Duelle an selber Stelle 4:0 – ohne zu glänzen. Wir wünschen den Anhängern der Viktoria eine schöne Weihnachtszeit und hoffen, den einen oder anderen beim Hüggelcup wieder zu
treffen, um an die Erfolge aus dem Vorjahr wieder anzuknüpfen! Bis dann…
Andreas Schüttpelz




