Spannend und eng wie selten ging es zu in der Finalrunde des Hüggelcups 2009. Im Halbfinale standen sich exakt jene Teams gegenüber, die auch im Vorjahr an gleicher Stelle um den begehrten Pokal stritten. Der Zieleinlauf war diesmal ein anderer, so konnte sich das klassenhöchste Team des SC Melle mit 1:0 über den BSV Holzhausen in einem niveauarmen Endspiel behaupten. Zuvor sahen die Zuschauer dramatische Spiele, die mehrfach erst im 9m-Schießen entschieden wurden. Aus GMHütter Sicht fällt die Bilanz positiv aus, denn man blieb in allen Spielen nach regulärer Spielzeit ungeschlagen. Dennoch mischt sich eine Portion Enttäuschung unter angesichts des unglücklichen Ausscheidens im Halbfinale gegen den späteren Turniersieger. Aber der Reihe nach...
Nachdem sich Underdog TuS Glane und Lokalmatador Hasbergen ein hart umkämpftes 2:2 lieferten, ging es für den Titelverteidiger gegen die Viktoria schon um alles. Clever und geschickt zog die
Wirtz-Truppe ihr Spiel auf und machte deutlich, dass heute etwas möglich sein würde. Gausmann erzielte zur Freude des schwarz-weißen Anhangs das 1:0, welches schnell wieder
egalisiert wurde. Im zweiten Durchgang erzielte Mengeler das 2:1. Durch eine unberechtigte 2 Minuten-Strafe gegen Ackermann geriet Hütte dann in Bedrängnis. Ein
Fernschuß von Ennen prallte Schüttpelz auf die Brust, von da an den Kopf von Gausmann und schließlich purzelte der Ball ins Netz zum 2:2. Dieses Ereignis brachte
die Viktoria richtig auf Touren. Wörmann konnte das 3:2 erzielen und Börger machte mit seinem 4:2 alles klar.
Dem TuS Glane hätte gegen GMHütte nun ein Remis zum Weiterkommen gereicht. Die Viktoria blieb ihrer Linie treu und spielte voll auf Sieg. Mitte der ersten Hälfte erzielte A.
Schüttpelz mit einem Linksschuß das 1:0 gegen seinen Ex-Club. Noch vor der Pause erhöhte GMHütte auf 2:0. Glane war nicht chancenlos, vor dem 0:1 gab es etliche Einschußmöglichkeiten,
als die Viktoria dem Gegner viel Raum gewährte. Die zweite Hälfte wurde dann zum offenen Schlagabtausch, der die Zuschauer prächtig unterhielt. Glane warf alles nach vorn und hatte nicht zuletzt
bei einem Lattentreffer das erlösende Tor vor Augen. Hütte erwiderte seinerseits mit tollen Kombinationen und scheiterte letztlich im Abschluß oder am guten Torwart. Es blieb bei dem Ergebnis,
welches dem Hausherren aus Hasbergen den Verbleib im Turnier sicherte.
Im ersten Halbfinale forderte die junge Viktoria-Garde den SC Melle heraus. Respektvoll zogen sich die Grönegauer zurück und überließen dem Bezirksligisten das Spiel. Mit guter Raumaufteilung und
einem endlich starken Torwart Peter Schüttpelz ließ man wenig zu. Gausmann nutzte einen kleinen Freiraum mit einem tollen Rechtsschuß ins untere Eck zum
vielumjubelten 1:0. Melle kam lange nicht ins Spiel, da Viktoria prächtig agierte. Erst in den letzten 5 Minuten spitzte sich die Begegnung zu. Melle setzte alles auf eine Karte und griff früh
an. Geschickt nutzte Viktoria die bietenden Freiräume und hatte mehrfach das 2:0 auf dem Fuß. Gausmann schoss freistehend drüber, Gelwer schloss zu spät ab,
Alarslan traf mit einem Kracher die Schulter des Meller Torwarts. Viele Zweikämpfe prägten nun das spannende Duell. Melle drohte in der letzten Minute das Aus. 30 Sekunden vor
Schluss geriet Kleine-Kalmer in Schußposition, worauf sich A. Schüttpelz beherzt in die Flugbahn warf. Peter Schüttpelz war unterwegs, um den Flachschuss
aufzufangen, doch sein Bruder lenkte den Ball unglücklich mit der Fußspitze zum Ausgleich ins Netz. So setzte sich die Dramatik im 9m-Schießen fort. Nachdem P. Schüttpelz den
ersten Strafstoß halten konnte, wurde der gute Ball von Wörmann auch gehalten. Auch den zweiten konnte Schüttpelz abwehren. Gelwers Versuch
landete über dem Tor. Der dritte Meller Schütze wurde auch zum Opfer von Schüttpelz. Endlich traf nun Ackermann zum 1:0. Kleine-Kalmer glich darauf hin aus.
Gausmann lief an und sein etwas schwacher Schußversuch konnte gehalten werden. Unglaublich, was sich hier abspielte. Der fünfte Meller Versuch von Dusinovic wurde wieder zur
Beute von Schüttpelz. Alarslan hatte nun die Entscheidung auf dem Fuß. Statt mit Wucht die Entscheidung zu suchen, schob er den Ball in die Ecke des Torwarts -
das Zittern ging weiter. Nun schnappte sich der Meller Keeper Niermann den Ball und verwandelte sicher ins obere Eck zur erstmaligen Meller Führung. P. Schüttpelz schritt bereits
zum Punkt, als Börger ihm entschlossen den Ball abnahm. Allerdings verließen ihn die Nerven und er schoss den Ball am Tor vorbei. Vorbei somit auch die Titelträume der Viktoria,
die bis hier ein fantastisches Turnier gespielt hatte und dem Sieg mehrfach greifbar nahe war.
Im Spiel um Platz drei musste die Wirtz-Elf dann Moral beweisen, um nicht wie im Vorjahr unterzugehen. Schnell lag man 0:2 hinten, doch Gausmann besorgte den Anschluss. Hasbergen
ließ ebenso nicht locker und erhöhte auf 3:1. Diesmal konnte Wörmann verkürzen. Mit dem 4:2 durch Ulrich schien das Ding gegessen. Doch mit Macht stemmte sich GMHütte gegen die
Niederlage gegen einen Gegner, der eigentlich schon aus dem Turnier war. Ackermann und Baumann trafen jeweils nach klugen Schüttpelz-Vorlagen
zum gerechten Ausgleich. Im anschließenden 9m-Schießen war wieder Schüttpelz der Held. Er konnte drei Versuche abwehren, während diesmal Wörmann, Ackermann und
Alarslan trafen. Es war ein versöhnlicher Abschluß.
"Ihr wart spielerisch das beste Team!" kam es nach dem Turnier unisono vom Sieger SC Melle, der die spielerischen Fähigkeiten der Viktoria würdigte. In der Tat begeisterten die Spiele der
Schwarz-Weißen häufig aufgrund ihrer Darbietungen. Dass es am Ende nicht reichte, lag an der mangelnden Kaltschnäuzigkeit beim Abschluß. Dennoch fährt das Team nicht chancenlos zum Masters am 09.
Januar in die Schlosswallhalle, wo bereits Indoor-Cup-Sieger BW Hollage als einer von drei Gegnern wartet. Für Hütte war es insgesamt ein guter Auftritt. Das Team bedankt sich nochmal bei dem
gesamten Team des SV Ohrbeck für die super Organisation und Durchführung des Turnierklassikers, der auch nach dem Ausscheiden von Fred Rührwiem nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat. Wie
das treffende neue Logo war das Brennen zu jeder Zeit und überall zu spüren. Das Team der Vitoria nahm die aktuell laufende Typisierungsaktion in Niedermark zum Anlass, ein Viertel der Siegprämie
für diese wichtige Aktion zu spenden. Diesem Aufruf schlossen sich die übrigen Finalteilnehmer unter dem Beifall der Zuschauer an. Wir hoffen, damit einen lebensrettenden Beitrag leisten zu
können.
Es bleibt, am Ende allen Lesern und Fans der Viktoria einen Guten Rutsch ins neue Jahr zu wünschen. Am 2. Januar tritt das Team in Wallenhorst an, ehe es dann am 9. und 10. Januar zum Highlight
Hallenmasters 2010 kommt. Wir hoffen auf zahlreiche Unterstützung bei diesem Event und ein wenig mehr Fortune, so dass vielleicht diesmal am Ende die Viktoria vorn stehen kann. Bis dann...
Andreas Schüttpelz
Kommentare: 7
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#1
"Durch eine unberechtigte 2 Minuten-Strafe gegen Ackermann geriet Hütte dann in Bedrängnis"
Wer kann denn schon sagen, dass die Strafe unberechtigt war? Etwa der Autor? -
#2
Man kann zwar immer als Betroffene sagen, dass so etwas unberechtigt ist/war.
Jedoch bei dieser Entscheidung wusste in der ganzen Halle wohl wenn überhaupt der Schiedsrichter was er sich bei der Strafe gedacht hat.
Insgesamt muss man auch klar sagen das die dortigen Schiedsrichter kein guten Eindruck hinterlassen haben (teilweise kannte man die Regeln nicht einmal!!!).
Ich hoffe ich seh beim Masters eine indestens genauso starke Viktoria ;)
Viel Erfog! -
#3
Worauf A. Schüttpelz unglücklich den Ball ins Tor lenkte!
Aus meiner Sicht UNNÖTIG den Ball ins Tor lenkte!!
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#4
Da habe ich allerdings auch die selbe Ansicht!
Ich finde es auch schade das in einem solchen Tunier einem Dane Brüggemann der mit Sicherheit zumindestens nicht schlechter gehalten hätte oder Rene Wolter Brüning die Chance gegeben wurde anstatt der Schüttpelz-Brüder die einfach immer älter werden und ihre guten Zeiten schon hinter sich haben.
Vltt wäre dann ja auch der Sieg drin gewesen auch wenn man natürlich so auch unglücklich ausgeschieden ist. -
#5
ist wieder mal schade, dass sich Writer unter Pseudonymen verstecken, aber was solls...
1.) natürlich ist das Foulspiel aus meiner und aus Sicht einiger Mitspieler unberechtigt empfunden, weil es wie ein Allerweltszweikampf in der Endrunde aussah. Der Ausgang des Spiels war davon unbeeinflußt.
2.) Die Schiris haben einen schwierigen Job, den sie für mich insgesamt gut gemacht haben.
3.) Einen Ball lenkt man immer unnötig ins eigene Tor, außer man möchte Schlagzeilen machen. In der hektischen Schlußphase passieren leider manchmal Dinge, die man im normalen Fußball so nicht machen würde. Das sind halt die Geschichten des Spiels... Dennoch hätten wir das 9m Schießen gewinnen müssen.
4.) Womit ich beim letzten Punkt wäre - ich finde, wenn ein Torwart 7 von 9 9m abwehren kann, hat er Großartiges geleistet - alles andere ist Spekulation. -
#6
muß schon sagen, das Leser1 eine merkwürdige Auffassung von Fußball hat. Ich habe den Hüggelcup aufmerksam verfolgt und stelle fest, dass Viktoria den attraktivsten Fußball gespielt hat. Dabei hat mir die Mischung aus Jung und Alt sehr imponiert. Auch die Oldies haben gute Leistungen gebracht. Und dass ausgerechnet den Alten ein Fehler unterläuft, zeigt nur, dass sie auch nur Menschen sind. Wer mit Ende 30 noch mit den starken Jungen mithalten kann, verdient einfach Respekt.
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#7
dass der trainer die richtigen personalentscheidungen mit peter und andreas getroffen hat, zeigt eindeutig das ergebnis und der umstand wie wir uns gegen melle verkauft haben. was soll der trainer machen, wenn wir es nicht schaffen mehr als einen gegen melle zu machen bei der fülle von chancen. da hätte uns irgendeine andere personalie auch nicht weitergeholfen. muss mich meinem vorposter anschließen.





