Mo
11
Jan
2010
Masters-Rückblick
Tag 1: Tief Daisy und Hoch Viktoria - Gruppensieg beim Masters!
Sensationell zieht die Truppe von Michael Wirtz in die Zwischenrunde des Hallenmasters 2010 ein. Mit drei Siegen gelingt der Gruppensieg und das junge Team avanciert mit der Leistung vom Samstag
zum Geheimfavoriten. So verwies man immerhin Bezirksoberligist Hollage und die Reserve von VfL II auf die Plätze. Für die Lila-Weißen kam so schon das Aus in der Vorrunde.
Bereits das Auftaktmatch der Gruppe C war ein Knaller. GMHütte spielte hoch konzentriert gegen VfL II. Mit cleverer Raumaufteilung und hohem Spielfluß gelang es ein ums andere Mal, den Favoriten
ins Wanken zu bringen. Börger hatte die erste Riesenchance, doch er traf nur den Torwart. Nachdem Tolischus einen Schuß an die Bande setze, konnte Gausmann den Ball per Kopf ins leere Tor
drücken. Mit dieser Führung wurde das Spiel noch rasanter. VfL drängte und mehrfach musste P. Schüttpelz retten. Am Ende gelang der Sieg aufgrund einer starken Mannschaftsleistung.
Das zweite Speil gegen den SC Rieste war auf dem Papier eine Formsache. Viktoria blieb von Beginn am Drücker und erspielte sich Möglichkeiten. Nach vier Minuten konnte man auf 3:0 davon ziehen.
Durch eine Unachtsamkeit konnte der SC Rieste auf 1:3 verkürzen, aber Alarslan erhöhte wieder auf 4:1. Durch weitere Treffer in einer einseitigen Partie qualifizierte sich Viktoria für die
Zwischenrunde mit dem 6:1. Die Tore schossen Ackermann (2), Gausmann, Tolischus und Wörmann.
So ging es gegen Hollage nur noch um die Plätze, indes boten beide Teams guten Hallenfußball. In der temporeichen Partie konnte Hollage durch einen Kopfball über den am Boden liegenden Schüttpelz
in Front gehen (Lotz). Hütte spielte weiter kompromisslos nach vorn. Baumann legte passend aus 12m für A. Schüttpelz auf, der mit einem Direktschuss ins rechte Eck traf. Nun drängte der
Bezirksligist weiter. Belohnt wurde man durch das 2:1 von Alarslan mit einem wuchtigen Schuß unter die Latte. Hollage wehrte sich energisch. Doch P. Schüttpelz hatte einen guten Tag und ließ
nichts mehr zu. Stattdessen lief 15 Sekunden vor Schluß Ackermann auf das Hollage Tor zu. Ihn begleiteten Wörmann und Alarslan und Wörmann. Etwas unnötig schoss "Acki" den Torwart an statt
abzuspielen. Alarslan bekam den Abpraller und er um dribbelte den Torwart. Er zögerte mit dem Schuß und passte noch mal zu Wörmann, der endlich traf. Es schien, als wollte man die Zeit runter
spielen...
Durch die starke Leistung erreichte man schließlich den erwähnten Gruppensieg. Eine hohe Bürde, wie sich herausstellte, so trifft man in der "Hüggelcup"-Zwischenrunde auf Melle und Hasbergen
sowie Bad Essen. Mal sehen, ob die Truppe auch in dieser Todesgruppe ihre Qualitäten unter Beweis stellen wird. Bis dann...
Tag 2: Hütte scheitert als "Mastersiegerbesieger" beim Masters
Trotz guter Leistung musste die Viktoria ungeschlagen die Segel in der Zwischenrunde streichen. Nur aufgrund des schwächeren Torverhältnisses belegte man Rang drei hinter Melle und Hasbergen.
Eine bittere Erfahrung für das Team, die von vielen Beobachtern als spielstarke und favorisierte Mannschaft in die Endrunde gekommen ist. Leider fehlte etwas Glück im Abschluß, um mit einem
weiteren Sieg in die Finals einzuziehen.
Gegen Kreisligist Bad Essen ging man wie am Vortag spielstark zu Werke. Das Heft des Handelns war schwarz-weiß. Jedoch scheiterte man mehrfach am Bad Essener Torwart, um die erlösende Führung zu
erzielen. Diese gelang Börger Mitte des Spiels mit einem Flachschuss. Einen langen Ball von seinem Bruder Peter im Tor konnte Andreas Schüttpelz kurz darauf mit einem Volley aus der Drehung zum
2:0 im Tor unterbringen. Mit diesem Ergebnis ging die Partie zu Ende. Melle konnte kurz zuvor drei Sekunden vor Ende der Partie gegen Hasbergen ausgleichen. Ein Tor, das schicksalhafte Bedeutung
hatte.
Gegen Hasbergen hingen die Trauben hoch. Etwas vorsichtig tasteten sich die Teams ab. Nach zwei Minuten konnte Ennen das 1:0 erzielen, weil zwei GMHütter ihn nicht stoppen konnten. Von nun an
drängte die Viktoria auf den Ausgleich. Doch immer wieder hatte der Keeper oder ein Spieler ein Körperteil im Wege. Erst in der Schlußminute erzielte der 18jährige Tolischus mit einer tollen
Einzelleitung den Ausgleich.
Die Ausgangslage gegen Melle war klar. Man muss gewinnen, da sonst das Torverhältnis nicht reichen würde. Melle gewann zuvor gegen Bad Essen 5:1. Also drängte man gleich und spielte auf Sieg.
Keeper Eismann hielt sein Team im Spiel und vernichtete die Hütter Aktionen. Zum Überfluß gelang Kleine-Kalmer mit einem Fernschuß ins Eck das 0:1. Nun war die Not groß und Hütte setzte alles auf
eine Karte. Doch immer wieder wurden die Versuche abgeblockt. 20 Sekunden vor Schluß erzielte wieder Last-Minute-Man Tolischus den Ausgleich. GMHütte ahnte, das dies zu wenig war...
Hasbergen ließ nichts anbrennen und schlug Bad Essen mit 5:0. Somit war das Schicksal von GMHütte besiegelt. Nichts wurde aus der Wiederholung des Triumpfes aus 2000. Ein bitteres Aus, da man
ohne Niederlage und mit den wenigsten Gegentoren das Turnier von der Tribüne weiter verfolgen musste. Da trösteten die Komplimente der Konkurrenz und der Zuschauer nur bedingt. In der Tat bot die
Rehlberg-Truppe tolle Spiele und kann durchaus stolz auf das Erreichte sein. In diesem Jahr fehlte in der Halle das letzte Quäntchen Glück, um den ganz großen Triumph zu feiern. Vielleicht führt
das ganze aber an anderer Stelle zu einem Erfolg. In jedem Fall betrieb das Team Werbung in eigener Sache und zeigte, dass man diesjährig mit den großen auf Augenhöhe spielte. Auf diesem Wege
gratuliert das Team als "Masterssieger-Besieger" dem Gewinner aus Hollage zum Masterssieg 2010!
Vielleicht ist das Schicksal im nächsten Jahr auf Hütter Seite. Wir werden sehen...
- Andreas Schüttpelz -
Kommentare: 4
-
#1
Sehr guter Bericht wie ich finde!
Klasse Leistung. Neben Hollage für mich das beste Team beim Masters! Finde die Mischung zwischen "alt" und "jung" sehr gelung. *reim*
Viel Glück noch in der laufenden Saison. -
#2
Danke sehr - in jeder Hinsicht! Hätten jedoch sehr gerne etwas für die Geschichtsbücher in den Händen gehabt. Sind sowohl beim HüggelCup als auch beim Masters ohne Niederlage durch gekommen, zum Jubeln reicht es aber nicht...
-
#3
Stimme zu. Wer es nicht gesehen hat könnte auch ein " Eigenlob" vermuten. War wirklich ne Klaase Leistung, nichts übertrieben. Ich hätte gerne noch mehr davon gesehen.
-
#4
In der Nachbetrachtung muß man das Spiel gegen Hasbergen als ursächlich für das Scheitern ansehen. Man hätte mehr auf Sieg spielen sollen als das Ergebnis gegen Schluß zu verwalten. Eine Niederlage hätte an der Ausgangslage vor dem Melle-Spiel nichts verändert.
Daneben ist der Kurz-vor-Schluß-Ausgleich von Melle gegen Hasbergen ebenso ein fataler Treffer gewesen.
Es sollte leider nicht sein... 




