So

14

Nov

2010

Der 13. Sieg im 15. Spiel – es hätte ein Torfestival werden können...

...wenn wenigstens die Hälfte aller Chancen verwertet worden wären. So blieben uns am Ende „nur“ drei Tore und hinten eine weiße Weste.
Jeder fußballbegeistete Osnabrücker liebt Freitagabendspiele unter Flutlicht. Und so zog es auch knapp 200 Zuschauer, trotz Regen, an die Hochstraße, um sich das Hütter-Derby  SV Viktoria 08 gegen VfL Kloster Oesede anzuschauen.

Die ersten 10 Minuten dieses Spiels waren wohl die aktionsreichsten 10 Minuten, die unsere Mannschaft in dieser Saison erlebte. So viele hochkarätige Chancen hatte man sich schön herausgespielt, doch keine wollte den Weg ins Tor finden. Auch ein sehr aufmerksamer Torwart der Gäste bewahrte die frühe Führung der Hausherren.

 

Verteidiger René Brüning-Wolter, der während des Spieles es einfach nicht fassen konnte, dass man „jetzt schon 6 Chancen in 10 Minuten“ liegen lässt und sichtlich aufgewühlt reagierte - wie jeder Viktoria-Anhänger - hätte es nicht treffender sagen können.
Zum Glück hatte nach 23 Minuten einer was dagegen. Marco Börger schiebt nach einem langen Einwurf von Burhan Alarslan „endlich“ das Runde ins Eckige.
Nun war der Bann gebrochen. Falsch gedacht. Das Vergeben von Torchancen verstärkte sich noch mehr und langsam kam das ungute Gefühl auf, dass Kloster Oesede irgendwann durch einen Konter ausgleicht. Das blieb uns jedoch erspart. Zwischenzeitlich musste Klosteraner Bastian Kohmäscher das Spielfeld frühzeitig verlassen. Vorerst bekam er nach einem Bodengerangel mit Börger die gelbe Karte. In der 38. Minute sah er nach einem taktischen Foul die Ampelkarte. Nun wurde es für Kloster Oesede noch schwieriger ins Spiel zurück zu finden.
Mit der verdienten 1:0 Führung ging es dann in die Halbzeitpause und ohne Veränderungen in die 2.Hälfte.


So wie die 1. Hälfte aufgehört hatte, ging es in der 2. Hälfte weiter. Chancen über Chancen. Die positiven Rückschlüsse, die aus dem ganzen Trubel folgen, sind die wirklich schön herausgespielten Chancen. Sowohl in der Ordnung stimmte es als auch im Abwehrbereich. Hinten brannte wenig an und vorne loderte der Feuersturm Menkhaus-Börger-Malungu, die es weiterhin zwar hinbekamen das Leder vor das Tor zu tragen, aber dann eher den Torwart immer wärmer schossen oder die Standfestigkeit der Mauer hinter dem Tor testeten.
Nach 58 Minuten wechselte Michael Wirtz zum ersten Mal aus. Für Arbeitstier Rybak sollte Geburstagskind Julian Hötzel die rechte Seite noch mehr beleben. Mit nun fast 4 Stürmern, wenn man es tendenziell sieht, sollte das gegnerische Team nun unter große Probleme gestellt werden. Doch kritikwürdige Abseitstore (3!) verhinderten weitere Tore für die Gastgeber, was den Nervenkitzel auf den Rängen nun noch mehr steigerte.


So mussten sich die Zuschauer bis zur 73. und 75. Minute gedulden bis Malungu und Börger den Sack verdientermaßen zumachten. Endlich war die Aufregung, ein unglückliches Gegentor zu kassieren, verflogen und die Mannschaft konnte seelnruhig weitere Chancen herausarbeiten, die wieder einmal ungenutzt blieben. Auch der an dem Tag 20 gewordene J. Hötzel hätte sich selbst mehrmals belohnen können, scheiterte aber auch unglücklich vor dem gegenerischen Tor.
So sollten es am Ende wirklich nur (!) 3 Tore sein. Das wichtigste war aber, dass man wieder mal zu null spielte.

Man sollte klarstellen, dass das der 13. Sieg im 15. Spiel ist. Wir sind Herbstmeister. Wir sind die Torfabrik der Liga... wer hätte das am Anfang der Saison für möglich gehalten.

Fazit nach der Hälfte der Saison: Mehr als zufrieden!

Bericht von Julian Hötzel

 


Torszenen