An einem kalten Novembertag sollte Angstgegner Gaste-Hasbergen endlich in die Schranken gewiesen werden - was sie nach 90 + schlaf mich tod Minuten verdientermaßen auch wurden.
Ein paar Minuten sind gespielt und ein gewohntes Bild, wie man es in letzter Zeit kennt, bietet sich den Zuschauern. Wir dominieren klar das Spiel und nutzen die Torchancen einfach nicht
zielstrebig genug. Es ist wie ein Fluch, der in letzter Zeit auf unserer Mannschaft lastet. Glücklicherweise ist aber einer abgezockt genug, den Spielstand von 0:0 in ein 0:1 umzuwandeln. Nach
einem Getümmel wird das Leder nicht gut genug von den Hausherren geklärt. Dabei kommt Innenverteidiger Matze Gausmann an den Ball und schießt den Ball aus 18m überlegt in die linke Torecke. Große
Erleichterung war nun in den Spielergesichtern zu sehen, die förmlich angesteckt vom Tor noch mehr wollten. Schöne Kombinationen und flache kurze Pässe waren heute das Mittel zum Sieg. Hasbergen
kam in der 1. Halbzeit nur selten vor unser Gehäuse und wenn, auch nur ungefählich.
Das Scheibenschießen sollte also weiter gehen. Einige Beispiele:
Aus 11m wird versucht, den Ball mit der Picke ins Tor zu befördern, leider wird dabei nur die Zaunkante getroffen.
Frei aufs Tor zulaufend wird der Ball nicht getroffen, sondern verstolpert.
Oder der letzte Pass landet lieber im Aus, an der Eckfahne oder beim Gegner.
Hört sich ein bisschen an wie in einer Slapsticksendung, waren das aber Chancen, die sich jeder Trainer nur von seinen Spielern wünscht – nur irgendwas sollte phasenweise einfach nicht sein. Und so macht Ingo Menkhaus die völlig verdiente 2:0 Führung und besiegelt somit den Halbzeitstand.
Unverändert geht es nun die 2.Hälfte. Nicht wie in der 1. Halbzeit hatten wir das Spiel überwiegend im Griff, sondern machten zu viele Fehler im Aufbauspiel und waren häufig zu unkonzentriert,
sodass Hasbergen immer wieder gefährlich vor unser Tor kam. Anfangs konnte Keeper Zachmann den Schüssen noch Stand halten. Doch auch das hatte irgendwann ein Ende. Ein eigendlich schon ein
sicherer Ball in der Abwehr wird nicht entschlossen genug geklärt, sodass ein großes Getümmel vor dem Sechszehner ensteht und ein Spieler von Hütte bräsig einen Hasberger zu Fall bringt. Den
folgenden Freistoß verwandelt der Schütze mit einem flachen harten Schuss durch die Mauer in die linke Torecke.
Nun keimte Hoffnung im Spiel der Hasberger auf. Aber von Minute zur Minute wurden wir sicherer und wieder gefährlicher. Deshalb wird aus einer Flanke zum Sechszehner das 3:1 für Gm Hütte, das in seinem Verlauf wieder einmal an eine Slapstick-Serie erinnert.
Wie gesagt, Flanke vor den Sechzehner, die sich der für Alex Engel eingewechselte linke Mittelfeldspieler Julian Hötzel energisch erkämpft und seinen Kollegen Marco Börger so doll anbrüllt
(„Lass! Lass, das ist meiner! Geh weg!“), dass dieser völlig erschrocken den Spieler gewähren lässt und er das Leder aus knapp 17m mit einem strammen Schuss in der Tormaschen befördert. Ein
wichtiges Tor, dass ausgiebig mit dem Trainer- und Mannschaftsteam gefeiert wurde.
Hasbergen versuchte daraufhin viel, hatte aber nicht die Durchschlagskraft den Anschlusstreffer zu erzielen. Und so wird das 4:1 durch einen Konter erzielt, wie er im Bilderbuche steht. Die Kugel
wird nach einem Angriff von Hasbergen abgefangen. Hötzel schickt Gelwer mit einem 50m-Pass auf die Reise, der die gesamte Abwehr aushebelt und den Hasberger Torwart zwingt, aus Tor
herauszukommen. Gelwer spielt rechtzeitig den Ball zu Tadde Malungu, der nur noch einschieben muss. Statt sofort zu schießen trickst der Kongolese den letzten Abwehrspieler mit einer
Körpertäuschung „frech“ aus und schiebt dann lässig ein.
Der Drops war gelutscht und das Bier kalt gestellt. Die letzte Aktion des Spiels hätte das 5:1 bedeuten müssen. Lars Hehemann spielt exakt von der Eckfahne einen Pass in den Lauf von Hötzel, der
sich kurz vor dem Tor entschließt lieber zu dem durchstartenden Börger abzuspielen, der den Ball nich erreicht, weil der Pass zu ungetimet war.
So sollte der Endstrand „nur“ 4:1 für die Gäste aus GmHütte bedeuten.
Fazit: Eine spielerisch starke Leistung, die derzeit von der Mentalität und der positiven Stimmung im Team getragen wird.
- Julian Hötzel -




