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„DA IST DAS DING!“ – 1. Herren feiert ausgerechnet beim Verfolger Lüstringen die Meisterschaft in der Bezirgsliga

 

Das musste ja so kommen! Ausgerechnet in Lüstringen, die sich willenstark vornahmen das Spiel zu gewinnen, um nicht mit ansehen zu müssen wie diese junge
Horde aus Georgsmarienhütte die Schale vor ihren Augen in die Höhe streckt.

Nachdem jedoch der Schiedsrichter Dennis Götsch die Partie abpfiff, stand auf der Anzeigetafel - wenn eine da gewesen wäre - ein 0:0, das für die Gäste aus dem Landkreis nicht hätte besser ausfallen können. Die Aufstellung sah folgendermaßen aus:

 

Parlow – Hehemann, Flethe, Gausmann, Baumann – Brüning-Wolter, Gelwer, Alarslan – Rybak, Menkhaus, Börger

Der am Donnerstag gewordene 19-jährige A-Jugend Torwart Philipp Parlow rutschte in die Partie für Zachmann (Urlaub) und Brüggemann (Fallschirmjägerlehrgang vom Bund), der seine Sache im Kasten durchaus wie ein erfahrener Haudegen absolvierte und genau die gewisse Ruhe und Sicherheit ausstrahlte, wie es sich in so einem Spitzenspiel gehört. Zudem entschied sich Meistertrainer Michael Wirtz statt den „überragenden Julian Hötzel“ (Zitat: NOZ – die Redaktion muss einen Fehler gemacht haben) auf die rechte Außenseite zu bringen, für den immer engagierten Florian Rybak.
Wer aber letzendlich von Anfang an spielte, war relativ egal. Hauptsache war, dass mindestens ein Punkt eingefahren wurde, um die Meisterschaft unter Dach und Fach zu bringen.
Ein wirklich schönes Spiel war es nicht. Beide Mannschaften reagierten mehr, als selbst zu agieren und deshalb wurden auch nicht sonderlich viele Torchancen herausgespielt. Auch wenn zwei 100%ige Torchancen von Rybak und Menkhaus frei vorm Tor liegen gelassen wurden, kann man sich glücklich schätzen diese Spiel nicht verloren zu haben. Denn die Hausherren spielten besser als der Titelaspirant und arbeiteten sich auch mehr Chancen heraus. Ein herausragender Torwart Parlow und das Alluminium hielten das Unentschieden fest. Und deshalb war die Freude nach dem Schlusspfiff umso erleichtender.
Dass die Mannschaft nicht wirklich ins Spiel gefunden hat, lag wahrscheinlich an der Nervosität und der Übermotivation. Auch die Trainer wirkten ab der 70. Minute nicht so wie der einst über den Rasen schlendernde Franz Beckenbauer nach dem WM-Sieg 1990. Sichtlich aufgeregt und unentspannt sahen sie aus und man konnte auch eine gewisse Angst sogar auf dem Platz spüren, da dieses Duell zwischen den beiden Spitzenclubs der Bezirgsliga noch lange nicht entschieden war. Es wurde mehr lamentiert als sich selber auf das Spiel zu konzentrieren.
Trotz alle dem sind diese Phrasen nichts weiter als irgendeine Feststellung, die nach Abpfiff an Bedeutung verlieren, da man das Ziel nun endgültig erreicht hat.
Die Meisternacht/morgen glich einem Haufen von Verrückten, die in einer Disco von dem Barkeeper doch recht freundlich aufgefordert wurden etwas ruhiger sich zu verhalten, da man sich nicht auf einem Schützenfest befinde.

Als alle aus dem Koma erwachten, ob bei einer anderen Person oder mit der Meisterschale im Arm, war es umso schöner eine andere Meisterfeier mitzuerleben und daraufhin mit der Mannschaft, die unseren Platz in der Bezirgsliga einnehmen wird, feuchtfröhlich und ausgelassen zu feiern. Herzlichen Glückwunsch in diesem Sinne an die Mannschaft vom Rasensport Osnabrück.

Es warten jetzt noch zwei Spiele auf den Aufsteiger gegen zwei vermeintlich angehende Absteiger. Am kommenden Dienstag in Kosova (am Klushügel um 19:30Uhr) und in Kloster Oesede am daraufflogenden Sonntag um 15 Uhr.

 

Bericht von Julian Hötzel

Das Spiel

Der Abpfiff, die Ehrung, die Schale, der Meister

Bilder von Nina Fischer